Aber hallo Céline Dion singt Adele
Céline Dion, Diva der Neunziger: In jener Dekade feierte die Franko-Kanadierin ihre größten Erfolge, vor allem der Titelsong des Kinohits "Titanic", "My heart will go on", brach Verkaufsrekorde.
Sie ist die Diva der Stunde: Adele legt nach vier Jahren Pause mit "25" ein neues Studioalbum vor, erste Auskoppelung: "Hello", ein Gigahit.
Jetzt wollte Dion es offenbar wissen: Sie hat in ihrer Silvestershow in Las Vegas "Hello" gecovert. Mut hat sie damit zumindest bewiesen: An den Song sollte sich nur herantrauen, wer über ein gewisses Stimmvolumen verfügt.
Adele selbst hat "Hello" zuletzt öfter live gesungen und auch a cappella zum Besten gegeben und dabei unter Beweis gestellt: Die Kraft ihrer Stimme kommt nicht aus dem Tonstudio.
Auch mit dem Vorgänger von "25", mit dem Album "21", hatte Adele abgeräumt: Sie bekam dafür 2012 sechs Grammy Awards.
Im Jahr 2008 war der Absolventin der BRIT School for Performing Arts ihr Durchbruch mit der Single "Chasing Pavements" gelungen. Der Song stieg auf Platz 2 der britischen Charts ein.
Sie hatte ihren ersten großen Erfolg beim Grand Prix: 1988 belegte Céline Dion mit "Ne partez pas sans moi" den ersten Platz, sie trat für die Schweiz an.
Die Sängerin 2007 mit Ehemann René Angélil und Sohn. In den vergangenen Jahren ist vor allem Las Vegas ihre Bühne, dort absolvierte sie mittlerweile Hunderte Shows.
Dion (hier bei den Billboard Music Awards 2013 mit Taylor Swift) ist mit mehr als 230 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Popsängerinnen weltweit.
Auch nicht schlecht: Adele hat bislang etwa 40 Millionen Alben und 50 Millionen Singles verkauft.
Um Céline Dion war es zuletzt stiller geworden. Eine für den Herbst 2014 geplante Tour in Asien wurde von der Sängerin aus persönlichen Gründen abgesagt.
Der Vortragsstil der beiden Sängerinnen könnte unterschiedlicher nicht sein: Dion zelebriert das Pathos, die große Pose.
Adele ist in der Darbietung nicht weniger theatralisch, doch ihr Sound ist anders: moderner, unprätentiöser.