Abfindungen Goldene Handschläge
Spitzenreiter Der zurückgetretene Porsche-Chef Wendelin Wiedeking erhält 50 Millionen Euro Abfindung, wovon er die Hälfte einer noch zu gründenden Porsche Stiftung spenden will. Wiedeking sieht ferner weitere Spenden für soziale Zwecke vor.
Umstrittene Abfindung Der ehemalige Mannesmann-Vorsitzende Klaus Esser erhielt nach der Übernahme durch Vodafone Anfang 2000 rund 30 Millionen Euro als Anerkennungsprämie. Eine Zahlung, für die er sich unter anderem später mehrfach vor Gericht verantworten musste.
Zahlung bei Erfolg Der frühere Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff verkaufte mit Erfolg den AOL-Anteil, fiel aber bei der Eignerfamilie Mohn in Ungnade. Er erhielt zum Abschied im Jahr 2002 etwa 25 Millionen Euro Abfindung.
Rente statt Abfindung Der frühere Post-Chef und verurteilte Steuersünder Klaus Zumwinkel verhandelte mit Post über die vorzeitige Auszahlung seiner Rente und bekommt rund 20 Millionen Euro. Eine Abfindung stand nicht zur Debatte.
Goldener Handschlag Porsche-Finanzchef Holger Härter, der die Übernahme des deutlich größeren Volkswagen-Konzerns durch Porsche mit komplexen Finanztransaktionen in die Wege geleitet hatte, wird Porsche mit einer Abfindung in Höhe von 12,5 Millionen verlassen.
Streit ums Geld Der ehemalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte im Juli 2007 seinen Hut genommen und wechselte zum US-Konzern Alcoa. Seinen Abschied ließ er sich von Siemens mit rund sechs Millionen Euro versüßen. Der Aufsichtsrat von Siemens will wegen der Schmiergeldaffäre von früheren Vorstandsmitglieder und dem Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer Schadensersatz in Millionenhöhe erstreiten.
Keine Sonderzahlungen Im Zuge der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn musste der Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn seinen Posten aufgeben. Zum Abschied erhielt er rund 4,8 Millionen Euro - kein Bonus, sondern nur die Erfüllung seines laufenden Vertrages, der bis 2011 gelaufen wäre.