Die Suche nach der Enge Französischer Künstler lässt sich in Statue einschließen
Er will es wieder wissen: Rund ein Jahr nach seinem Aufenhalt in einem Steinblock hat sich der französische Performance-Künstler Abraham Poincheval erneut einsperren lassen. Diesmal in eine Holz-Statue im Museumspark der südfranzösischen Ortschaft Aurignac.
Unter den Augen seiner beiden Kinder und rund einhundert Schaulustigen wand sich der 45-Jährige vorsichtig in die 3,20 Meter große Statue aus Lärchenholz hinein.
Die hohle Figur ist nach den Worten von Museumsdirektorin eine Nachbildung der "ältesten bekannten antropomorphen Statue". Der aus einem Mammutstoßzahn gefertigte originale Mensch-Löwe ist allerdings nur 32 Zentimeter groß.
"Geschafft, ich bin weg", war der Künstler aus dem Innern zu vernehmen, nachdem er verschwunden war. Draußen applaudierten die Zuschauer, darunter Einwohner der Stadt im Südwesten Frankreichs und Behördenvertreter.
Poincheval ist für mehrere aufsehenerregende Performances bekannt. Im Tokio Museum in Paris startete er im März 2017 ein Experiment: Er wollte öffentlich Eier ausbrüten.
In dicke Decken gehüllt harrte er rund drei Wochen aus, bis das erste Küken schlüpfte. Den Ausstellungsraum verließ er nur eine halbe Stunde täglich.
Kurz zuvor hatte er sich in dem selben Museum bereits eine Woche lang in einen Felsen einsperren lassen. Er wolle die Felsen-Zeit spüren, sagte er damals. Das habe für ihn eine "mystische Dimension".
12 Tonnen wiegt das Ausstellungsstück, in dem Poincheval sieben Tage ausharrte. Die beiden Kalksteinhälften bildeten eine Höhle in Form eines sitzenden Menschen. Ausgestattet war er mit Wasser, Suppe, Trockenfleisch und ein paar Büchern.