Abschied Bundeshorst tritt ab
Vor Köhlers Eintritt in die Politik war eine fast unüberwindliche Hürde zu nehmen: der Amtseid.
Köhlers Sturheit machte die Situation noch komplizierter: Hartnäckig ignorierte er die angebotene Hilfestellung.
Selbst das Vorsagen der Eidesformel...
...führte nicht zum perfekten Ergebnis, aber wenigstens ins Schloss Bellevue.
Sofort nach Amtsantritt ließ sich Köhler rhetorisch schulen und...
...erarbeitete eine neue Hausordnung fürs Personal...
...sowie Regeln für unterwegs.
Köhler versprach zwar, ein "unbequemer Präsident" zu sein, verhielt sich aber jederzeit maßvoll. Nie forderte er Unmögliches,...
...persönlich war er stets hilfsbereit.
Als Bundespräsident bemühte sich Köhler, aufmerksam gegenüber jedermann zu sein und...
...legte Wert auf ein gutes persönliches Verhältnis zu seinem engeren Umfeld.
Maßgeblich trug Köhler dazu bei, das Bild Deutschlands im Ausland zu prägen.
Bestehende Beziehungen wurden dank seiner offenen Art herzlich,...
...bei neuen Kontakten war es ihm wichtig, seinen Partnern das Gefühl zu vermitteln, man begegne sich auf Augenhöhe.
Besondere Vergünstigungen für sich lehnte Köhler strikt ab. So war es sicherlich auch kein Zufall, dass ausgerechnet der Bundespräsident bei der Impfung gegen Schweinegrippe nicht bevorzugt wurde.
Nur in begründeten Notfällen machte Horst Köhler von ausgesuchten Privilegien Gebrauch.
Auch in diplomatisch heiklen Situationen wusste Köhler stets geschickt zu agieren.
Köhlers Rat war gefragt: Als die Abwanderung der ostdeutschen Frauen ihren Höhepunkt erreichte, half er den Daheimgebliebenen.
Womit sich Horst Köhler nach seinem Abschied von der Politik befassen wird, ist nicht bekannt. Bislang gibt es lediglich Vermutungen.