Abschied von Tempelhof - DER SPIEGEL
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Abschied von Tempelhof Flughafen der Herzen

Einst hob hier Adolf Hitler ab, als einer der letzten landete Tom Cruise: Der Berliner Stadtflughafen Tempelhof hat viel gesehen. Jetzt wird er endgültig für den Flugverkehr geschlossen. Henry Wede und Dietmar Hildebrandt haben jahrzehntelang dort gearbeitet - und ihren Flughafen lieben gelernt. Von Ariane Stürmer
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Warten im Tempelhof: Die Haupthalle des Flughafens Tempelhof in Berlin, aufgenommen im Februar 2008.

Foto: dpa
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Blick aufs Rollfeld: Der Berliner Flughafen Tempelhof 1928 aus der Luft gesehen, zeigt, dass zu dieser Zeit so mancher Passagier noch im Pferdewagen zu seiner Flugreise vorfuhr.

Foto: AP / Lufthansa
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Zentralflughafen: Noch immer imposant wirkt die Leuchtschrift über dem Eingang zum Berliner Flughafen Tempelhof.

Foto: Patrick Schulze
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Hildegard Knef in Tempelhof: Viele große Filmstars liefen schon über den Berliner Flughafen Tempelhof. Für die damals erst 23-jährige Schauspielerin, die in Berlin aufgewachsen war, war die Ankunft am 15. Juni 1949 offenbar eine besondere Freude.

Foto: AP
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Tempelhof: Die Eingangshalle des Flughafens Berlin Tempelhof im Mai 2007.

Foto: Patrick Schulze
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Warten auf den Abflug: Die ersten Warteräume der Lufthansa auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin 1926.

Foto: AP
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Blick über den Flughafen: Luftaufnahme des Flughafens Tempelhof in Berlin am 4. Dezember 2007. Einen Flughafen so zentral in der Stadt gibt es in kaum einer anderen Hauptstadt dieser Welt. Mit dem Fahrrad braucht man von hier zum Brandenburger Tor und dem Reichstag etwa 20 Minuten.

Foto: AP
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Im Cabrio zum Flughafen: Der Blick auf den Haupteingang des Flughafens Tempelhof mit Reisenden in Berlin im Jahr 1928. Bereits 1927 war Tempelhof an das Berliner U-Bahn-Netz angeschlossen worden - der mondäne Reisende lies sich jedoch lieber mit dem Auto vorfahren.

Foto: AP
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Vogelperspektive: Der Blick aus der Luft auf den Flughafen Tempelhof in Berlin im Juli 1948. Das etwa war der Anblick, der sich den amerikanischen Piloten der "Rosinenbomber" bot, als sie im gleichen Jahr den eingeschlossenen Westteil der Stadt aus der Luft versorgten.

Foto: AP
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Vor dem Flug: Passagierabfertigung am Lufthansa-Schalter auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin 1926. In diesem Jahr war die erste planmäßige Linienmaschine der "Deutschen Luft Hansa AG" nach Zürich von dem Flughafen gestartet.

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Der erste Flug: Am 6. April 1926 eröffnete die Deutsche Lufthansa AG ihren Linienflugverkehr auf dem Berliner Flughafen Tempelhof. Sie startete von hier mit einem Fokker-Grulich Hochdecker zum ersten planmäßigen Flug über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich.

Foto: AP / Unternehmenskommunikation Berliner Flughäfen
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Über Berlin: Luftaufnahme des Flughafens Tempelhof in Berlin am 4. Dezember 2007. Schon im August 1909 knatterte der amerikanische Flugzeugpionier Orville Wright hier mit seinem selbst gebauten schwindsüchtigen Fluggerät über die Grasnarbe und hielt sich dabei immerhin eine volle Minute in der Berliner Luft.

Foto: AP
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Freud hebt ab: Auch der Psychoanalytiker Sigmund Freud machte sich die Annehmlichkeiten der Luftfahrt zunutze. Am 9. November 1928 stieg er auf dem Berliner Flughafen Tempelhof in eine Maschine der Deutschen Lufthansa.

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Großaufgebot auf dem Flughafen: Zur Feier des Tags der Arbeit hielt Adolf Hitler am 1. Mai 1935 eine Rede auf dem Flughafen Tempelhof. Das Rollfeld bot ausreichend Platz für haushohe Flaggen, eine Tribüne für Ehrengäste, Uniformierte und Publikum.

Foto: AP
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Ankunft in Berlin: Zur Eröffnung der olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin reiste Adolf Hitler aus seinem Sommerhaus in die Hauptstadt und landete am 31. Juli auf dem Flughafen Tempelhof.

Foto: AP
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Versorgung aus der Luft: Einige Berliner beobachten ein Flugzeug der US-Luftstreitkräfte, einen sogenannten Rosinenbomber, beim Landeanflug auf den Flughafen Tempelhof am 9. Juli 1948. Der Flieger war Teil der Luftbrücke zur Versorgung des von sowjetischen Truppen abgeschnitten Westteils der Stadt Berlin. Besonders für Kinder waren die Flugzeuge ein großes Spektakel - viele Piloten warfen für sie Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen ab.

Foto: AP
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Lilli Palmer und Helmut Käutner in Berlin: Die deutsche Schauspielerin steigt am 22. Juni 1957 neben dem Regisseur ("Große Freiheit Nr. 7", "Des Teufels General") die Treppe einer Air-France-Maschine hinunter.

Foto: AP
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Flug nach Warschau: Die Motoren der JU 52 laufen warm, während die letzten Passagiere an Bord gehen. Die Maschine war kurz vor ihrem Start zum Erstflug über die neueröffneten Strecke Berlin-Posen-Warschau 1934.

Foto: AP / Unternehmenskommunikation Berliner Flughäfen
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Warten auf den Mechaniker: Flugzeuge 1932 in einer Wartungshalle des Berliner Flughafens Tempelhof

Foto: AP / Unternehmenskommunikation Berliner Flughäfen
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Gedenken an die Retter: Sogar auf den Dächern der umliegenden Häuser warteten am 10. Juli 1951 Schaulustige auf die Einweihung des Denkmals zum Gedenken an die Opfer der Luftbrücke. Die Berliner hatten den amerikanischen Piloten, die zwischen 1948 und 1949 die damals eingeschlossene Stadt mit lebenswichtigen Gütern versorgt hatten, viel zu verdanken.

Foto: AP / Unternehmenskommunikation Berliner Flughäfen
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Vor dem Start: Der U.S. Air Force-Pilot und Berliner "Candy Bomber" Gail S. Halvorsen hält Fallschirme an denen Süßigkeiten befestigt sind, aus dem Cockpit seines C-54 Transportflugzeugs kurz vor dem Start auf der Rhein-Main Airbase bei Frankfurt am Main zum Flughafen Tempelhof in Berlin. Der Pilot wurde während der Luftbrücke mit diesen kleinen Fallschirmen schnell zum Liebling aller Berliner Kinder.

Foto: ddp
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Rosinenbomber über Berlin: Im Abstand von nur drei Minuten landeten während der Blockade West-Berlins 1949 die amerikanischen Flugzeuge mit Hilfsgütern in der eingeschlossenen Stadt. Die Sowjets versuchten, die Landung der Flugzeuge in Tempelhof mit Flutlichtern und Radiointerferenzen zu stören, wagten jedoch nicht, auf die Flugzeuge zu schießen.

Foto: CARE Deutschland / CARE.de
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Rosinenbomber: Die hintereinander gereihten "Rosinenbomber" wurden mit den Paketen der Hilfsorganisation Care beladen und in das auf dem Landweg blockierte Westberlin geflogen. Fünfzehn Monate lang bildeten insgesamt 277.569 Flüge mit Hilfspaketen die Berliner Luftbrücke und versorgten die Menschen in der eingeschlossenen Stadt.

Foto: CARE Deutschland / CARE.de
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1. Mai 1933 auf dem Tempelhofer Feld: Mit Drucken wie diesem, entstanden nach einem Gemälde von Hans Haas, transportierte das NS-Regime seine totalitäre Ästhetik. Darauf zu sehen ist die Feier zum Tag der Arbeit auf dem Berliner Flughafen Tempelhof.

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Luftverkehr am Boden: Pendelbusse der Lufthansa brachten in den Zwanzigern die auf dem Berliner Flughafen Tempelhof gelandeten Fluggäste in die boomende Stadt.

Foto: AP
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Zurück in Berlin: Mit ihrem Afrikaflug erlangte die Fliegerin Elly Beinhorn 1931 Weltruhm. Eine Notlandung hätte sie beinahe das Leben gekostet - vier Tage lang blieb sie verschollen. Nach einem Fußmarsch von 50 Kilometer bei 45 Grad im Schatten durch die Wüste wurde sie gerettet. Das Foto zeigt die feierliche Begrüßung der Rückkehrerin auf dem Zentralflughafen Berlin-Tempelhof.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 102-11633

Foto: Das Bundesarchiv/Georg Pahl
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Luftbrücke nach Berlin: West-Berliner Kinder sind auf einen Zaun am Flughafen Berlin-Tempelhof geklettert, um die US-Flugzeuge zu sehen, die Versorgungsgüter in das von der Außenwelt abgeschnittene West-Berlin zu bringen. Die Stadt wurde von den Sowjets blockiert, so dass sie auf Land- und Wasserwegen nicht mehr zu erreichen war. Die historische Luftbrücke der Amerikaner und Briten begann am 25. Juni 1948 und dauerte elf Monate an.

Foto: AP
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Erst schreiben, dann spielen: Borussia-Spieler von 1971 geben Autogramme auf dem Berliner Flughafen Tempelhof. Zwei Tage später spielten sie im Europapokal gegen Inter Mailand 0:0. Von links nach rechts: Ulrik Le Fevre, Wolfgang Kleff und Jupp Heynckes.

Foto: AP
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Zeppelin über Berlin: Das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" überfliegt 1930 vor der Landung in Tempelhof den Berliner Dom, den Lustgarten, das Zeughaus und Schloss.

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Haupthalle 2: Die Haupthalle des Berliner Flughafes Tempelhof im September 2008

Foto: Norbert Klähn
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Gail Halvorsen: Der Luftbrücken-Pilot im Sommer 1983 beim Tag der offenen Tür auf dem Flughafen Tempelhof.

Foto: Norbert Klähn
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Flugfeld überdacht: Das Bild zeigt die Überdachung des Rollfeldes aus der Perspektive eines aussteigenden Passagiers. Ich bin wahnsinnig traurig, daß die "Mutter aller Flughäfen" heute gestorben ist. Meine Familie wäre ohne die Luftbrücke wohl nicht mehr am Leben.

Foto: Eberhart Adam
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Die Haupthalle: Das Panorama, zusammengesetzt aus drei Bildern zeigt die Haupthalle des Flughafens Berlin Tempelhof von der Stirnseite aus gesehen.

Foto: Frank Brexel
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Über den Schaltern: Die Stirnseite der Haupthalle im Flughafen Berlin Tempelhof oberhalb der Ebene der Abfertigungsschalter.

Foto: Frank Brexel
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Weiter Blick: Die Haupthalle des Flughafens Berlin Tempelhof. Die Fenster hinter den Abfertigungsschaltern reichen von der Decke bis zum Boden.

Foto: Frank Brexel
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Dezente Weihnachtsbeleuchtung: Die Eingangshalle des Flughafens Tempelhof im Januar 2011, aufgenommen von einestages-Leser Axel Stalljohann

Foto: axel stalljohann
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