Brasiliens Abstieg Armut durch Korruption
Da hilft auch Jesus nicht: Brasilien steht am Abgrund, die Machtelite ist zerfressen von der Schmiergeld-Mentalität, der Bevölkerung stehen Jahre Arbeitslosigkeit und Armut bevor.
Ein geschlossenes Lagergelände im brasilianischen Macae. Brasilien steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die politische Führung macht die weltwirtschaftliche Lage dafür verantwortlich. Doch Top-Politiker leisten ihren Beitrag für den Abstieg des Landes.
Da wäre etwa Parlamentspräsident Eduardo Cunha. Es gibt starke Indizien, dass er Schmiergeldzahlungen bekommen hat. Doch der Politiker denkt nicht an Rücktritt.
Die halbstaatliche Ölgesellschaft Petrobras steht im Mittelpunkt einer gigantischen Korruptionsaffäre, die das Land erschüttert. Politiker nutzten die Firma offenbar als Selbstbedienungsladen. Der Skandal schreckt Investoren ab.
Präsidentin Dilma Rousseff bekommt die Krise nicht in den Griff. Sie setzte darauf, dass die Bürger durch niedrige Zinsen mehr kaufen. Doch stattdessen wurde die Inflation angeheizt.
Der frühere Präsident Luiz Inacio Lula Da Silva hatte starken Rückhalt im Volk. Aber inzwischen ist klar: Bereits während seiner Amtszeit kassierten Politiker und Manager Milliarden aus zwielichtigen Petrobras-Geschäften.
Die Industriestadt Itaboraí bei Rio de Janeiro ist ein Symbol für den Verfall. Petrobras wollte hier massiv investieren. Doch Korruptionsfälle wurden bekannt, dem Konzern ging das Geld aus. Tausende Menschen verloren ihren Job.
Die Armen versuchen, sich selbst zu helfen. Hier eine Szene aus Rio de Janeiro. Dutzende Familie zogen in dieses Gebäude ein, das leer stand. Die Regierung versucht oftmals, die Menschen umzusiedeln.
Blick auf ein Slum in Rio de Janeiro: Für viele Arme gibt es derzeit kaum Aussichten, in die Mittelschicht aufzusteigen. Zu viele Probleme lähmen das Land.
Oft sind es Nichtregierungsorganisationen, wie hier in Sao Paulo, die den Armen helfen. Jahrelang wurde Korruption in Schwellenländern wie Brasilien als Kavaliersdelikt angesehen.
Viele Ärmere versuchen, sich selbst Recht zu verschaffen - etwa indem sie Gebäude besetzen. Hier bringen Hausbesetzer ihre Habseligkeiten wieder zurück in ein Slum, weil Behörden sie aus bereits vergebenen Sozialwohnungen vertrieben haben.