Katastrophe in Remscheid Absturz bei der Tiefflugübung
Absturzstelle in Remscheid: Feuerwehreinsatz an der Unglücksstelle in Remscheid am 8. Dezember 1988. Ein US-Kampfjet vom Typ A-10 "Thunderbolt" war bei Nebel in eine Häuserzeile in der Stockder Straße gestürzt und zerschellt. Haus Nr. 128 wurde zerstört, viele weitere schwer beschädigt. Sieben Menschen starben, darunter auch der Pilot, mehr als 50 Menschen wurden verletzt.
Fairchild A-10 "Thunderbolt": Ein US-Kampfbomber vom Typ "Thunderbolt", von den Piloten "Warzenschwein" genannt, stürzte am 8. Dezember 1988 in die Innenstadt von Remscheid. Sieben Menschen starben. Die Aufnahme zeigt die Maschinen bei einer Übung im Juli 2005 bei Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern.
Opfer der Absturzkatastrophe: Ein zugedeckter Leichnam liegt am 8. Dezember 1988 in Remscheid auf offener Straße. Kurz zuvor war ein US-Kampfjet in eine Häuserzeile an der Stockder Straße in Remscheid gerast. Außer dem Piloten starben auch sechs Anwohner, 50 weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Zerstörtes Wohnhaus in Remscheid: Noch am Tag nach dem Absturz des US-Jagdbombers über der Innenstadt von Remscheid suchten Retter in den zerstörten Häusern der Stockder Straße nach Verschütteten. US-Militär hatte die Unglücksstelle sofort nach der Katastrophe abgesperrt. Bis heute halten sich die Vermutungen, dass bei dem Absturz giftige Stoffe frei wurden, die bei Überlebenden Gesundheitsschäden hervorriefen.
Gedenkstein in Remscheid: An die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 8. Dezember 1988 erinnert in Remscheid ein Gedenkstein. Als Folge der Katastrophe kam es in der Bundesrepublik zu einer anhaltenden Debatte über den Sinn und Unsinn militärischer Übungsflüge.
Die Unglücksstelle nach 20 Jahren: An der Stockder Straße in Remscheid erinnert außer einer Gedenktafel nichts mehr an den katastrophalen Flugzeugabsturz vom 8. Dezember 1988. Viele Anwohner von damals klagten in der Folgezeit allerdings über rätselhafte Krankheiten - der Verdacht, dass die abgestürzte US-Kampfmaschine uranhaltige Munition oder andere gesundheitsgefährdende Stoffe an Bord hatte, hält sich hartnäckig.
Besorgte Bürgerin: Die Remscheider Bürgerinitiative "Absturz" hält es für wahrscheinlich, dass der abgestürzte US-Jet auch uranhaltige Materialien an Bord hatte. Hier betrachtet Veronika Wolf, Umweltingenieurin und Gründerin der Initiative, im Januar 2001 Fotos von Munition, die nach dem 8. Dezember 1988 an der Unglücksstelle gefunden wurde. Laut Wolf hätten 120 Anwohner der Unfallstelle schon zwei Jahre nach dem Unglück über Gesundheitsprobleme geklagt, es seien unter anderem Krebserkrankungen und Missbildungen aufgetreten.
Der Morgen danach: Die Luftaufnahme am nächsten Morgen zeigt das ganze Ausmaß der Katastrophe nach dem US-amerikanischen Militärjet-Absturz, ein ganzer Häuserblock wurde zerstört, noch immer schwelen die Kerosin Brände.
US-Soldaten: US-Soldaten beim Wegschaffen von kompromittierenden Beweismitteln, sichtlich Irritiert durch die Anwesenheit von Journalisten. Der abgestürzte Jet stand in Verdacht unerlaubte Uranmunition an Bord gehabt zu haben. Zeugen der Aktion waren unerwünscht.
Rauchende Trümmer: Es sieht aus wie nach einer Bombenexplosion. Kerosin des abgestürzten US-Militärjets hat die ganze Straße in Schutt und Asche gelegt. Als ich als einer der ersten Fotografen vor Ort eintraf, gab es noch keine Absperrungen und überall brannten noch Gebäude.