Absurde Filmwaffen - DER SPIEGEL
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Absurdes Wettrüsten Ein Schuss aus dem Hut

Was tun, wenn blutsaugende Monster angreifen? Einfach den Penisrevolver zücken! Unter Filmemachern scheint es ein irres Wettrüsten zu geben: Wer präsentiert das bizarrste Schießeisen in seinem Werk? einestages zeigt die abwegigsten und nutzlosesten Waffen aus fünf Jahrzehnten Filmgeschichte.
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Der Penisrevolver aus "From Dusk Till Dawn" (1996)

Männlich? Herrlich dämlich! Ein Lauf im Schritt, der sich durch eine Sprungfeder aufrichtet, darunter zwei Trommelmagazine in Hodenform: Mit der Waffe des Motorradfahrers "Sex Machine" (Tom Savini) hat Regisseur Robert Rodriguez die vermutlich maskulinste Schwachsinnswaffe der Filmgeschichte erfunden. Dummerweise hat "Sex Machine" nichts davon, kämpft er doch im Film nicht gegen Normalsterbliche, sondern eine Horde von Vampiren. Und die zeigen sich von Kugeln wenig beeindruckt - egal wie männlich die Pistole aussieht.

Foto: ddp images
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Der Hut aus "James Bond 007 - Goldfinger" (1964)

Auf der Hut ...sollte Superagent James Bond, gespielt von Sean Connery, vor der Kopfbedeckung des Caddies von Multimillionär Auric Goldfinger sein. Denn sein Hut macht nicht nur Geräusche wie ein Düsenflugzeug, wenn er geworfen wird - seine Stahlkrempe ist zudem so scharf, dass sie selbst Marmorstatuen den Kopf abtrennen kann. Wozu auch immer das nützen mag, wenn man gegen britische Agenten kämpft, die mit Pistolen auf einen schießen.

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Die Faustkanone aus "Tokyo Gore Police" (2008)

Wie die Faust aufs Auge: Protagonistin Ruka hat's nicht leicht - als schwertschwingende Samurai-Polizistin muss sie in Schulmädchenuniform im Tokio der Zukunft gegen Killermutanten antreten, die in der Lage sind, jede Verletzung an ihrem Körper in eine tödliche Waffe zu verwandeln. Und als wäre das nicht schon anstrengend genug, wird sie auch noch vom Waffeningenieur der Polizei (Yukihide Benny) angegriffen - mit einem riesigen Trommelrevolver, der menschliche Hände feuert. Lebende menschliche Hände wohlgemerkt, die ihre Opfer am Hals packen, um sie zu würgen - oder ihnen im Zielanflug den Mittelfinger zeigen.

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Die MG-Beinprothese aus "Planet Terror" (2007)

Scharf-Schützin: "Für die Beine braucht man ja einen Waffenschein!" Diese Anmache muss sich Go-Go-Tänzerin Cherry Darling vermutlich öfter anhören - schließlich trägt sie ein M4-Sturmgewehr als Prothese an ihrem Beinstumpf. Wie um alles in der Welt sie den Abzug betätigt, bleibt offen in Robert Rodriguez' Trash-Film-Fest. Aber ein Film, in dem Mutantensoldaten Kleinstadtbürger mit Kampfgas in Zombies verwandeln, eine Anästhesistin mit einer Pistole Betäubungsspritzen verschießt und ein verrückter Wissenschaftler menschliche Hoden sammelt, darf sicher von seinem Publikum eine gewisse Großzügigkeit in Sachen Logik erwarten.

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Das Popcorn-Gewehr in "Killer Klowns From Outer Space" (1988)

Zum Schießen: Äh... Moment mal - mordende Clowns aus dem Weltall, die mit einem fliegenden Zirkuszelt auf der Erde landen, um die Menschen in Zuckerwatte einzuspinnen und ihnen das Blut auszusaugen? Der Plot des Trash-Kultfilms "Killer Klowns From Outer Space" ist unfassbar schräg - und genauso absurd sind seine Waffen: Allen voran ein bonbonbuntes Maschinengewehr, das zielsuchendes (!) Popcorn abfeuert, das seine Opfer gnadenlos um Ecken verfolgt, um dann aber ohne irgendwelchen Schaden anzurichten an ihnen kleben zu bleiben.

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Die Brüste aus "Teuflische Brüste" (1974)

Oberweite vs. Mafiosi: Ein Mafioso wird von anderen Mafiosi wegen eines Betrugs getötet. Doch das organisierte Verbrechen hat die Rechnung ohne seine Freundin, gespielt von einer Schauspielerin mit dem bezeichnenden Namen "Chesty Morgan", gemacht: Denn die bricht zu einem Rachefeldzug auf und nutzt ihre überdimensionierte Oberweite, um die Mörder ihres Geliebten zu töten - indem sie sie zwischen ihren Brüsten erstickt. Vom Filmverleih etwas optimistisch als "größtes Ereignis in der Geschichte des Kinos" beworben, ist "Teuflische Brüste" immerhin das möglicherweise größte Ereignis in der Geschichte schwachsinniger Kinowaffen geworden.

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Der Annihilator 2000 aus "Beverly Hills Cop 3" (1994)

Multimedia-Maschinengewehr: Begeistert wird der Detroiter Polizist Axel Foley (Eddie Murphy, rechts) bei einem Einsatz in Beverly Hills von seinem Bekannten Serge (Bronson Pinchot) empfangen. Der hat mittlerweile die "Beverly Hills Survival Boutique", ein Geschäft für Designerwaffen, aufgemacht - und versucht sogleich, ihn für das neueste auf dem Markt zu begeistern - den "Annihilator 2000". Eine Waffe wie ein Schweizer Taschenmesser - inklusive Nachtsichtgerät, CD-Player, Digitalradio, Mobiltelefon, Faxgerät und sogar Mikrowellenherd. Erst lacht Foley noch darüber, doch am Ende benutzt er die Waffe selbst. Ob der Film deshalb der letzte der "Beverly Hills Cop"-Reihe wurde?

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Das Devo-Gewehr aus "Super Mario Bros." (1993)

Zurück zu den Wurzeln! ...so scheint das Motto des Erfinders des Devo-Gewehrs gewesen zu sein. Denn "Devo" steht hier nicht für die gleichnamige Achtziger-Pop-Band, sondern als Kürzel für "De-Evolution" - was exakt das ist, was diese Waffe bewerkstelligt: Ein Schuss mit ihr verwandelt den Getroffenen in die Spezies zurück, von der er evolutionär abstammt. Menschen werden so zu Schimpansen. Die Bewohner der versteckten Welt "Dinohattan" hingegen werden - wie diese Handlanger des Schurken "King Koopa" (Dennis Hopper) - in Saurier zurückverwandelt. Ob das schmerzhafter sein kann als diese total sinnbefreite Computerspielverfilmung?

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Das Lichtschwert in "Star Wars" (ab 1977)

"Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen" ...so beschreibt Obi-Wan Kenobi das Lichtschwert, das er dem jungen Luke Skywalker überreicht. Ob in jenen zivilisierteren Tagen die heutigen Gesetze der Physik noch nicht in Kraft getreten waren? Denn wie zum Henker überredet man das Licht, wenn es etwa einen Meter aus dem Heft des Lichtschwerts herausgeschossen ist, nicht einfach nach bester Lichtart weiter in die Richtung zu fliegen, sondern einfach Feierabend zu machen? Und wieso kann das Licht sich nicht durch das Licht eines anderen Lichtschwerts hindurchbewegen, sondern wird davon mit brutzelndem Geräusch gestoppt? Das doppelte Lichtschwert von Darth Maul (Ray Park, rechts) aus ""Star Wars: Episode I" macht das absurde Konzept dann sogar doppelt gaga.

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Der Schlangenstab aus "Brave Archer 4" (1982)

"Sagen sie jetzt mal 'Aaaaah!'" Der mythische Bösewicht Ouyang Feng (gespielt von Li Wang, rechts), in China bekannt durch die beliebten Romane des Schriftstellers Jin Yong, verwendet bei seinem Auftritt im Film "Brave Archer 4" einen Kampfstab, in dessen ausgehöhltem Inneren eine Schlange lebt. Auf sein Kommando springt das Reptil in den Mund seiner Gegner, beißt sie in die Zunge und injiziert ihr tödliches Gift. Prädikat: Nur bedingt alltagstauglich - aber originell.

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Die Blickwinkelkanone aus "Per Anhalter Durch die Galaxis" (2004)

Waffe für Einfühlsame: Auf Bestellung des intergalaktischen Konsortiums wütender Hausfrauen, die es einfach leid waren, jeden Streit mit ihren Männern mit dem Satz "Du verstehst mich einfach nicht, oder?" beenden zu müssen, wurde der mächtigste Computer des Universums, Deep Thought, mit der Herstellung einer Superwaffe beauftragt: Die Blickwinkelkanone. Sie lässt den von ihr Getroffenen urplötzlich ganz genau realisieren, was der Schütze gerade denkt und fühlt. Ungefährlich? Nicht, wenn der Schütze einen wirklich, wirklich, wirklich miesen Tag hat.

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Der Höllen-Handschuh aus "Hellboy" (2004)

Hände hoch! Sieht aus wie ein Gartenhandschuh für Tiefseetaucher, ist in Wirklichkeit jedoch eine Nazi-Geheimwaffe: Im Auftrag Hitlers soll der russische Mystiker Grigori Rasputin (Karel Roden) ein Tor in eine Paralleldimension öffnen, in der unsterbliche Monster, die Ogdru Jahad, gefangen sind. Mit ihrer Hilfe will das NS-Regime die alliierten Streitmächte unterjochen. Tatsächlich kommt durch das Tor dann jedoch nur ein putziger, roter Affe mit Steinhand - der sich zu allem Überfluss den Alliierten anschließt.

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Die heilige Handgranate aus "Die Ritter der Kokosnuss" (1975)

Erleuchtungshilfe: König Arthur und seine Ritter suchen, auf imaginären Pferden reitend, nach dem Heiligen Gral, begegnen dabei einem menschenfressenden Kaninchen und treten ihm mit einer mit Kruzifix verzierten Handgranate entgegen, die der Allmächtige persönlich mit den Worten "Wer sich schuldig macht in meinen Augen, soll sehen, was er davon hat!" gesegnet haben soll? Heilig's Blechle!

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Die tödlichen Eiszapfen von "Jack Frost" (1997)

Eiskalter Killer: Okay, es ist eine Sache, einen Film über einen Serienmörder zu drehen, der aus dem Jenseits zurückkehrt - und zwar als lebender Schneemann. Aber ihn dann auch noch todbringende Eiszapfen aus seinen Händen verschießen zu lassen - das ist schon fast unverfroren schwachsinnig.

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Das Flammenschwert aus "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" (2010)

Die Liebe ist ein seltsames Schwert: Um das Herz seiner Angebeteten Ramona zu gewinnen, muss Scott Pilgrim, namensgebender Held dieser Nerd-Komödie, zunächst ihren Ex-Freund im Kampf besiegen. Selbstverständlich kommt dafür nur eine adäquat nerdige Waffe in Frage: Das in rosafarbenen Flammen lodernde Schwert der Liebe, das Scott aus seiner eigenen Brust zieht, lässt seine Gegner bei Berührung mit Videospielgeklimper zu Münzen zerfallen. Mit dieser Waffe geht man vielleicht nicht automatisch siegreich aus dem Kampf hervor - aber garantiert reich.

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Der Sick Stick in "Minority Report" (2002)

Echt voll sick: Die Polizei von Washington D.C. verwendet im Jahr 2054 keine Schusswaffen mehr, sondern "Sick Sticks" - Schlagstöcke, deren Spitze bei Kontakt mit dem Feind eine Frequenz ausstoßen, die den Getroffenen zum unkontrollierbaren Erbrechen bringt. Offen bleibt die Frage, warum die Zukunftspolizisten im Film nicht im Regenmantel zu ihrer Arbeit erscheinen.

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Die Fliegende Guillotine aus "Duell der Giganten" (1976)

Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren: Sieht aus wie ein orangefarbener Stoff-Frisbee mit Rückholschnur, ist aber eine absolut tödliche Kung-Fu-Waffe. Der Killer, der den "einarmigen Boxer" (Yu Wang), die Hauptfigur des Filmes, verfolgt, wirft sie seinen Opfern über den Kopf und trennt selbigen dann mit einem schnellen Zug an der Schnur ab. So absurd die Waffe auch erscheint: Es existieren Skizzen der "fliegenden Guillotine" aus der Zeit der chinesischen Qing-Dynastie. Doch Experten streiten bis heute darüber, ob sie jemals tatsächlich gebaut wurde - oder funktioniert hätte.

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Die chinesischen Kampfmuffins aus "3 Engel für Charlie" (2000)

Noch alles ganz frisch? Die von Lucy Liu gespielte Detektivin Alex Munday, einer der "3 Engel für Charlie", wird nicht nur für ihre Kampf-, sondern auch für ihre Backkünste gefürchtet. Da erscheint es nur logisch, dass ihre steinharten Muffins als Wurfgeschosse eingesetzt werden. Und deren Durchschlagskraft ist nicht zu unterschätzen - ihr Kontaktmann Bosley erinnert sich an einen Freund, der einst von einem chinesischen Kampfmuffin getroffen worden sei: "Er wurde in vier Frischhaltetüten nach Hause geschickt."

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Der Zeichentrickrevolver in "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" (1988)

Ein Bild von einem Revolver: Ausgerechnet nach Toontown, in die Stadt der Zeichentrickfiguren, muss Detektiv Eddie Vailant (Bob Hoskins) für seine Ermittlungen reisen - obwohl er Cartoons hasst. Zur Sicherheit bewaffnet er sich mit einem gezeichneten Revolver, der spezielle Cartoon-Munition abfeuert: Kugeln mit Indianerkopf und Kriegsbeil, die ihr Ziel zerhacken - oder winzige Cowboy-Figuren, die bei der Verfolgung ihres Ziels an Kreuzungen stehen bleiben und sich erst einmal darüber beraten, auf welchem Weg sie weiterfliegen wollen.

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Der goldene Colt aus "James Bond 007 - Der Mann mit dem goldenen Colt" (1974)

Bastelspaß für Auftragskiller: Ein Feuerzeug als Griff, ein Manschettenknopf als Abzug, ein Zigarettenetui als Gehäuse und ein Füllfederhalter als Lauf - fertig ist die Superwaffe. Francisco Scaramanga entpuppt sich in diesem 007-Streifen nicht nur als der teuerste Attentäter der Welt, sondern auch als der Heimwerkerkönig unter Bonds Gegenspielern, denn für jedes seiner Opfer bastelt er die Mordwaffe aus unauffälligen Einzelteilen wieder neu zusammen. Das Pistolenrequisit bestand zwar nur in der Fiktion des Films wirklich aus 23-karätigem Gold - doch das hielt Diebe nicht davon ab, es im Jahr 2008 aus dem Fundus der Elstree Studios im britischen Hertfordshire zu stehlen.

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Das Fünfklingenschwert aus "Krull" (1983)

Excalibur aus Down Under: Der edle und furchtlose Prinz Colwyn begibt sich auf der Suche nach einer uralten Waffe in den Schlund einer Höhle voll brennender Flüsse. Todesmutig greift er mit bloßer Hand in die rot glühende Lava und zieht eine Waffe von unvorstellbarer Macht hervor, und zwar... einen Bumerang? Moment mal: Wie zum Henker soll er bitte mit einem Bumerang mit ausfahrbaren Taschenmesserklingen das personifizierte Böse erlegen? Mal abgesehen davon, dass mindestens eine der fünf Klingen ihm schon beim Werfen die Hand abtrennen würde: Bumerangs pflegen nach dem Werfen zurückzukommen. Viel Glück beim Fangen! Schnipp, schnapp, Krull... äh Krallen ab.

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Der Eispflock aus "Stakes" (2002)

Eiskalter Wahnsinn: Man sollte eigentlich meinen, die Story sei schon das Beknackteste an "Stakes": Auf einer parallel existierenden Erde haben Vampire die Herrschaft übernommen und fast alle Menschen ausgesaugt, so dass sie sich nun schon gegenseitig an den Hals gehen müssen. Drei überlebende Menschen erschaffen irgendwie ein Dimensionstor zu unserer Erde und fliehen. Alyssa, die Königin der Vampire, bemerkt dies jedoch und folgt ihnen mit ihren Leibwächtern. Aber es geht tatsächlich noch durchgeknallter: Denn ein Polizist stellt sich den Vampiren aus der fremden Dimension in den Weg - mit Pflöcken aus gefrorenem Weihwasser. Hoffentlich hat der Mann genug Kühlakkus dabei.

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Das Gitarrenkoffer-Maschinengewehr in "Desperado" (1995)

Klampfmaschine: Der gitarrespielende Revolverheld "El Mariachi" begibt sich auf einen Rachefeldzug gegen den mexikanischen Drogenbaron Bucho - mit einem ganzen Arsenal von Waffen in seinem Gitarrenkoffer. Unterstützt wird er dabei von seinem Freund Campa (Carlos Gallardo), der seine Waffen nicht nur im Koffer versteckt - sondern gleich darin einbaut: Mit zwei Maschinengewehr-Gitarrenkoffern eröffnet er das Feuer auf Buchos Gefolgsleute. Dumm nur, dass so wenig Munition mit in die Koffer passt: Am Ende gehen Campa die Patronen aus - und er stirbt im Kugelhagel der Gangster.

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"Big Baby" aus "Hellboy 2 - die goldene Armee" (2008)

Höllisch groß: Im Vorgängerfilm "Hellboy" trug Regisseur Guillermo del Toro 2004 mächtig dick auf: Er verpasste seinem Protagonisten, dem Dämon Hellboy (Ron Perlman), einen geradezu lächerlich überdimensionierten Revolver aus eingeschmolzenen irischen Kirchenglocken mit einem Griff aus dem Holz des Kreuzes, an das einst Jesus Christus genagelt worden sei. Für die Fortsetzung der Comic-Verfilmung ging Guillermo in sich - und drückte wie aus Trotz seiner Hauptfigur mit dem "Big Baby", einer Mischung aus Revolver und Raketenwerfer, eine noch größere Waffe in die mächtige Steinhand. Ob Perlman in "Hellboy 3" dann mit Pershings werfen muss?

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Das Bolzenschussgerät aus "No Country For Old Men" (2007)

Killer mit Reichweitenproblem: Keine Frage: Javier Bardem ist mit seiner Darstellung des psychopathischen Auftragskillers Anton Chigurh, der seinen Opfern mit einem Bolzenschussgerät den Garaus macht, einer der bedrohlichsten Bösewichter der Kinogeschichte gelungen. Doch der praktische Nutzen der verstörenden Waffe ist fragwürdig: Denn was sollte Chigurh damit etwa in einer Schießerei anfangen? Durch den Kugelhagel auf seine Widersacher zurennen und sie bitten, freundlicherweise das Feuern kurz einzustellen und sich das komische Ding an den Kopf zu halten?

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Die Gasarmbrust von "Van Helsing" (2004)

Dauerfeuer auf Dracula: Monsterjäger Van Helsing (Hugh Jackman) hat sich einiges vorgenommen: Der Vatikan hat ihn nach Transsylvanien geschickt, um Graf Dracula zu töten, der wiederum Dr. Frankenstein und einen Werwolf für seine finsteren Pläne eingespannt hat. Mit läppischem Knoblauch und Kruzifix kommt man da natürlich nicht weit - und so ballert Van Helsing mit einer gasbetriebenen Trommelmagazin-Armbrust mit Rammbock-Kopf um sich, die er vor Gebrauch in Weihwasser tunkt.

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Die "zirpende Grille" aus "Men in Black" (1997)

Bazooka für die Handtasche: Ja, wo ist sie denn? Die Pistole, die Agent Jay, gespielt von Will Smith, in der Hand hält, ist so winzig, dass man sie kaum erkennt. Doch trotz ihrer Größe ist sie brandgefährlich - vor allem für den, der sie abfeuert: Denn das Pistölchen erzeugt einen so monströsen Rückstoß, dass der Schütze bei jedem Schuss meterweit durch die Luft geschleudert wird.

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Die Heilige Schrotflinte aus "Constantine" (2005)

Kreuzzug gegen das Böse: Dämonenjäger John Constantine (Keanu Reeves) versucht zu verhindern, dass Wesen aus der Hölle in die Welt der Menschen eindringen. Selbstredend eine Aufgabe, die sich nicht mit herkömmlichen Waffen bewerkstelligen lässt - sondern nur mit Hilfe der kreuzförmigen "Heiligen Schrotflinte" aus Gold. Constantine nimmt seine höllischen Gegner über ein Fadenkreuz in Kruzifixform ins Visier - und feuert mit Patronen aus eingeschmolzenen goldenen Reliquien auf sie.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?