Neues Headset Das ist Acers Mixed-Reality-Brille
Tester mit dem neuen Mixed-Reality-Headset von Acer: Das Set mit zwei Controllern kostet 449 Euro und ist in seinen Grundzügen mit den Mixed-Reality-Paketen anderer Hersteller wie Dell und Lenovo vergleichbar. Nutzen lässt sich das Headset mit Windows 10, sofern bereits das "Fall Creators Update" eingespielt wurde. Obwohl der Name anderes suggeriert, ist das Acer-Gerät eine klassische Virtual-Reality-Brille.
Anders als bei der HTC Vive oder der Oculus Rift muss man bei der Acer-Brille keine Sensoren im Raum aufstellen oder anbringen, die die eigenen Bewegungen und die Controller erfassen. Das Tracking übernehmen zwei Kameras, die ins Headset integriert sind. Die Einrichtung geht daher sehr schnell.
Die Acer-Brille lässt sich auch als Brillenträger recht gut tragen. Der vordere Teil des Headsets lässt sich zudem jederzeit hochklappen: So reicht eine Handbewegung und man blickt statt in die virtuelle Realität wieder in die echte.
Die Brille stellt pro Auge 1440×1440 Pixel dar, uns erschien das Bild trotzdem nicht großartig anders oder gar besser als bei Vive und Rift. Das Sichtfeld des Trägers ist zudem etwas kleiner als bei der PC-Konkurrenz, was auf Kosten des Gefühls der Immersion geht.
Im Vergleich etwa zum Playstation-VR-Headset wirkt die Acer-Brille recht kompakt. Auch ihr Gewicht ist akzeptabel. Ein vier Meter langes Kabel verbindet die Brille per USB 3.0 und per HDMI-Anschluss mit dem PC, es ist die einzige Stolperfalle. Einen integrierten Kopfhörer hat die Brille nicht, man muss einen eigenen anschließen.
Brillen wie die HTC Vive, die Oculus Rift (links) und Playstation VR (rechts) haben Stand Oktober 2017 die bessere Spieleauswahl. Aktuell kann man mit der Acer-Brille nämlich nur Apps und Games aus dem Windows-10-Store nutzen, die Auswahl dort ist übersichtlich. Zu einem späteren Zeitpunkt soll man dann auch auf Titel aus dem Katalog von Valves SteamVR zugreifen können.
Die Acer-Controller erinnern von der Idee her an die Controller der HTC Vive, ergänzt um einen Thumbstick. Mit dem PC in Verbindung stehen sie per Bluetooth. Einen Bluetooth-Dongle muss man selbst besitzen, er ist nicht Teil des 449-Euro-Pakets.
Schick sind die Acer-Controller (links) leider nicht: Sie kommen klobig daher, erst recht im Vergleich zum Beispiel zu den Oculus-Rift-Controllern (rechts; in der Mitte ist ein Vive-Controller zu sehen). Praktisch an den Acer-Controllern ist dagegen, dass sie im Betrieb leuchten. Jeder Acer-Controller braucht zwei AA-Batterien.