Achtundsechzig - Aktion Blanker Busen - DER SPIEGEL
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Achtundsechzig Aktion Blanker Busen

Mit einem Nacktprotest im Gerichtssaal empören neun Studentinnen im Dezember 1968 die noch recht prüde Republik. Ursula Seppel war die Anführerin der SDS-Frauen.
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Die Angeklagte: Vor Gericht erschien die wegen Hausfriedensbruch angeklagte Lehramtsstudentin und SDS-Aktivistin Ursula Seppel in einer durchsichtigen schwarzen Bluse. Auch die zog sie kurz darauf noch aus - ebenso wie acht Komilitoninnen, die sich auf ein Signal von Seppel hin im Zuschauerraum entkleideten und einen selbstgetexteten Protestsong anstimmten.

Foto: Kai Greiser
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Nacktprotest im Gericht: Ursula Seppel (rechts, mit Brille) und acht weitere Aktivistinnen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) versuchen, die Gerichtsverhandlung gegen Seppel zu sprengen, indem sie sich ausziehen und ein selbstgedichtetes Protestlied singen.

Foto: (c) Kai Greiser
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Abgeführt: Ursula Seppel und zwei Kommilitoninnen werden von einem Polizisten aus dem Gerichtssaal eskortiert, nachdem sie mit ihrem "Protest-Striptease" (so der "Spiegel") die Verhandlung gegen Seppel unterbrochen haben.

Foto: (c) Kai Greiser
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Krawall im Amtsgericht: Auf Anweisung des Richters trugen Polizeibeamte die protestierenden Studentinnen, nackt wie sie waren, aus dem Gerichtssaal - zum Teil gegen deren heftigen Widerstand.

Foto: (c) Kai Greiser
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Das Private ist politisch: SDS-Studentin Ursula Seppel wird abgeführt. "Die Aktion hat uns viel Überwindung und Mut gekostet", sagt Seppel, die nach ihrem Studium Bildungsberaterin für Aussiedler wurde, heute. "Wir waren doch alle mittelständische, studierende Töchter mit strenger Erziehung."

Foto: (c) Kai Greiser
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