Adenauers Atompolitik - DER SPIEGEL
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Adenauers Atompolitik Aufstand der Atomforscher

Es traf die Bundesbürger wie einen Schock: 1957 betrat Konrad Adenauer lockeren Schritts nukleares Terrain - angefeuert wurde er von seinem Verteidigungsminister Strauß. Der schärfste Protest kam von Deutschlands renommiertesten Wissenschaftlern.
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Mitglieder der "Göttinger 18": Carl Friedrich von Weizsäcker (r.), Otto Hahn (l.) und Walther Gerlach (M.) treffen am 17. April 1957 im Bonner Palais Schaumburg ein, um mit Bundeskanzler Adenauer die von ihm scharf kritisierte "Göttinger Erklärung" zu diskutieren. Als Mitarbeiter von Otto Hahn war der Philosoph und Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker in den dreißiger Jahren an den Forschungen zur Kernspaltung beteiligt, an deren Ende die Atombombe stand. In der Folgezeit setzte sich von Weizsäcker mit der Verantwortung des Wissenschaftlers für die Folgen seiner Arbeit auseinander. 1957 war er Initiator der "Göttinger Erklärung" namhafter Wissenschaftler gegen die atomare Aufrüstung der Bundeswehr. Am 12. April 1957 hatten 18 führende deutsche Naturwissenschaftler, darunter 4 Nobelpreisträger, von Zweifeln und Gewissensnöten gedrängt in der sogenannten Göttinger Erklärung vor den Gefahren des atomaren Wettrüstens gewarnt. Adenauer hatte sich zuvor für eine die Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen eingesetzt.

Foto: A0001 UPI/ DPA
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Bundeskanzler Konrad Adenauer: Konrad Adenauer (CDU) wurde am 15.9.1949 der erste Bundeskanzler der Bunderepublik Deutschland. Nach zwei Wahlsiegen 1953 und 1957 trat er am 15.10.1963 von seinem Amt zurück. 1957 wollte er die deutschen Streitkräfte atomar aufrüsten. Vorallem durch die Intervention der deutschen Physikerelite kam es nicht dazu.

Foto: DPA
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CSU-Parteitag 1979: Der Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß (l.) im Gespräch mit CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber am 29.09.1979 anlässlich des CSU-Parteitages in München. Strauß war 1957 Verteidigungsminister unter Adenauer.

Foto: Heinz_Wieseler / DPA
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Comeback nach dem Krieg: Das undatierte Archivbild zeigt den deutschen Physiker Werner Heisenberg. Am 28. Februar 1958 stellte er die sogenannte Weltformel vor: Die Theorie der kleinsten Teile verbindet die allgemeine Relativitätstheorie mit der Quantentheorie zu einer allgemeinen Feldtheorie. Seine Forschungen schafften die Grundlagen für Computerchips, Transistoren, Laser und die moderne Telekommunikation.

Foto: DPA
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Der "Vater der Atombombe": Dr. J. Robert Oppenheimer, der wissenschaftliche Leiter des Manhattan Projekts in seinem Büro im Dezember 1958. Als die erste Atombombe der Welt, die "Trinity", am 16. Juli 1945 in der Wüste von New Mexico gezündet wurde, sagte seinen berühmten Satz: "Ich bin der Tod geworden, der Zerstörer der Welten."

Foto: AP
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Atombombentest: Dieses Foto des US-Verteidigungsministerium zeigt einen Atombombentest im April 1954. Eine derartige Explosion zerstörte im August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und beendete den Zweiten Weltkrieg. Bundeskanzler Konrad Adenauer hätte die Bundeswehr 1957 auch gern mit Atomwaffen ausgerüstet. Nach scharfem Protest rennomierter Wissenschaftler musste er das Projekt allerdings aufgeben.

Foto: REUTERS
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