Adria Active: Kompakter Campingbus - DER SPIEGEL
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Campingbus Adria Active Bulli-Alternative Adria Active

Kein anderes Fahrzeugsegment wird so von einem Modell definiert wie das der Campingbusse vom VW California. Problem: VW weiß das und verlangt Mondpreise für den Bulli. Doch es gibt Alternativen - etwa den Adria Active.
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Anfang 2017 präsentierte der slowenische Wohnmobilhersteller Adria das Modell Active auf Basis des Renault Trafic. In der Basisvariante kostet der kompakte Camper 44.499 Euro.

Foto: Christian Frahm
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Der Campingbus misst 4,99 Meter in der Länge und ist ab Werk 2,04 Meter hoch. Gegen Aufpreis von 649 Euro kann man das Fahrzeug auf 1,99 Meter tiefer legen lassen. Spätestens dann passt er auch in jede innerstädtische Tiefgarage.

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Das Hubdach bietet nicht nur ausreichende Stehhöhe, sondern auch noch eine 187 x 130 Zentimeter große Liegefläche für zwei Personen. Auch mit einer Größe von 1,85 Metern lässt es sich dort oben bequem schlafen.

Foto: Christian Frahm
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Die Küchenzeile bietet eine 36-Liter-Kompressorkühlbox, einen Zweiflammen-Gaskocher und ein Spülbecken. Bei unserem Testwagen löste sich allerdings die Abdeckung der Küchenzeile beim Schließen der Schiebetür. "Der Magnet könnte falsch montiert gewesen sein, das sollte nicht vorkommen", hieß es bei Adria.

Foto: Christian Frahm
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Der Küchenschrank bietet ausreichend Platz für Proviant und Kochgeschirr. Per Knopfdruck lassen sich die Schubladen und Türen ent- und verriegeln, damit sich die Vorräte während der Fahrt nicht im Innenraum verteilen.

Foto: Christian Frahm
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Gut gelöst: Im Heckbereich gibt es eine Leselampe, die an ihrem Fuß eine integrierte USB-Buchse hat. Dort kann bei Bedarf beispielsweise das Handy geladen werden.

Foto: Christian Frahm
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Der Schrankplatz ist in diesem Fahrzeugsegment traditionell rar - das ist auch beim Adria Active nicht anders. In den Kleiderschrank lassen sich ein paar Hemden und Blusen aufhängen - das war es dann aber auch schon.

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Im Heckbereich gibt es eine kleine Dusche. Das ist praktisch, um sich nach einem Bad im Meer zumindest abspülen zu können. Der 20 Liter fassende Frischwassertank ist dann aber auch relativ schnell leer.

Foto: Christian Frahm
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Trotz der geringen Länge von 4,99 Metern mussten wir oft zwei Parkplätze entlang der italienischen Amalfiküste nutzen. Mit einem Wohnmobil wäre man hier allerdings chancenlos gewesen.

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Auch unten finden zwei Personen ausreichend Platz zum Schlafen. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich die Rücksitzbank zu einer Liegefläche von 190 x 120 Zentimeter.

Foto: Adria
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Angetrieben wurde unser 2,3 Tonnen schwerer Testwagen von einem 1,6-Liter-Dieselmotor mit 145 PS. Damit ging es auch steile Dorfstraßen zügig bergauf. Die Basisversion des Adria Active bietet ein 120 PS-Aggregat.

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Die Scheiben hinter der Fahrerkabine sind getönt, bieten aber dennoch ausreichend Durchblick auf die italienische Amalfiküste.

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Vorne geht es übersichtlich zu. Der Testwagen war mit Sonderausstattung wie Klimaanlage, Rückfahrwarner, Lederlenkrad und Tempomat ausgerüstet. Ein Radio war allerdings nicht verbaut.

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Der "Vielzweck-Campingbus", wie der Active vom Hersteller angepriesen wird, eignet sich für spontane Kurztrips ebenso wie für längere Reisen. Wenn man bereit ist, ein paar Abstriche in Sachen Komfort zu machen, fährt man mit dem slowenischen Campingbus gut.

Foto: Christian Frahm
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An den Kultstatus des Bulli kommt der Adria Active natürlich nicht heran. Dafür kostet er bei vergleichbarer Ausstattung auch mindestens 10.000 Euro weniger und wird damit zumindest zu einer Alternative zur T-Baureihe von VW.

Foto: Christian Frahm
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?