Ägypten Showdown in Kairo
Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo: Das Militär ruft zu einem Ende der Demonstrationen auf.
Auch in der Nacht gingen die Proteste gegen das Regime Mubarak weiter - diese hatte einen Rückzug auf Raten erklärt, einen sofortigen Rücktritt jedoch ausgeschlossen.
Immer wieder rufen die Demonstranten Slogans wie: "Nieder mit Mubarak" - wie schon seit Tagen. Weichen wollen die Protestierenden nicht - bis Mubarak abtritt.
Es gibt aber auch Anhänger des Regimes Mubarak unter den Demonstranten. Diese empfangen demonstrativ die unter der Mehrheit der Bürger verhassten Mitglieder der Polizei und tragen sie auf ihren Schultern durch die Straßen. Beobachter glauben, dass der angeschlagene Präsident selbst die Männer als Claqueure geschickt hat.
Auch in den Zeitungen anderer arabischer Staaten ist der Aufstand gegen Mubarak ein großes Thema - wie hier im Irak.
Es sind vor allem junge Männer, die sich bei den Protesten auf der Straße Gehör verschaffen. Auf dem Spruchband ist zu lesen: "Lass die Dunkelheit der Nacht vorübergehen." Einer der Demonstranten hält einen Schuh in der Hand.
Mubarak hat an zentralen Stellen der Stadt Unterstützer mobilisiert, die mit Plakaten und Spruchbändern auf sich aufmerksam machen.
Ein Mann teilt Wasser für die Demonstranten aus, die sich in Richtung Tahrir-Platz aufmachen.
Das Militär hat, wie bereits in den vergangenen Tagen, Panzer in der Innenstadt postiert. Am Montag allerdings ließ die Armee mitteilen, dass man nicht gedenke, Gewalt gegen die Demonstranten einzusetzen.
Regimegegner haben eine Mubarak-Puppe gebastelt und diese an eine Ampelanlage in Kairo gehängt.
Während sich im Zentrum Kairos immer mehr Demonstranten versammeln, warten diese britischen Touristen auf dem Flughafen auf ihren Abflug. Auf dem Parkplatz wurden inzwischen Zelte aufgebaut.
Rund um den zentralen Tahrir-Platz hat die Armee Checkpoints aufgebaut. Wer zur Demonstration will, muss die Militärposten passieren.
Immer mehr Menschen strömen auf den Tahrir-Platz. Beim Passieren der Checkpoints zeigen sie ihre Ausweise vor.
Die Demonstranten in Kairo und anderen großen ägyptischen Städten sind es inzwischen gewohnt, vor Panzern zu protestieren. Das Verhältnis zur Armee ist aber nach wie vor stabil, zu Zusammenstößen ist es nicht gekommen.
Die Menschenmassen bahnten sich ihren Weg in Richtung des zentralen Tahrir-Platzes. Die U-Bahn konnte den Ansturm kaum bewältigen.
"Freiheit" steht im Gesicht dieses Mannes, der an der Massenkundgebung in Kairo teilnimmt. Ein Mitstreiter zeigt das "Victory"-Zeichen.
Die Demonstranten demonstrieren friedlich - das Militär hat deshalb angekündigt, keine Gewalt anzuwenden.
"Verschwinde", fordert diese Ägypterin auf einem Poster Staatschef Mubarak auf.
Demonstranten auf einem ausgebrannten Auto am Tahir-Platz in Kairo: An diesem Dienstag ist es noch nicht zu Ausschreitungen gekommen, das Wrack stammt noch von den Zusammenstößen in der vorigen Woche.
An den Massenprotesten beteiligen sich auch Ausländer, wie diese US-Amerikanerin, die sich unter die Demonstranten gemischt hat.
Auf eine französische Käsemarke, "La vache, qui rit" - "Die Kuh, die lacht" - spielt dieses Plakat an: "Muuhbarak".
Mit einer ägyptischen Nationalflagge in der Hand hat dieser Mann eine Löwenskulptur in der Hauptstadt erklommen.
Zur Gebetszeit lassen sich die Demonstranten zum Gebet nieder. Einige knien auf der blanken Erde, andere nehmen anderswo auf dem Tahrir-Platz statt eines Gebetsteppichs die ägyptische Fahne zum Unterlegen.
In einer Reihe haben sich diese Demonstranten aufgestellt, mit Plakat und ägyptischer Fahne. Hunderttausende haben sich auf dem Platz in der Innenstadt versammelt, Studenten, Ärzte, Richter, Arbeitslose, Alte, Junge, sogar Behinderte in Rollstühlen.
"Das Volk verlangt die Abschaffung des Regimes", steht auf einem Transparent, das Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in die Höhe halten. Im Vordergrund ist ein Soldat auf einem Panzer zu sehen. Die Armee bleibt bisher, wie versprochen, zurückhaltend.
Der Oppositionspolitiker Ayman Nour ist bei einer Rede auf dem Tahrir-Platz von Demonstranten umringt.
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo skandieren die Gegner des Regimes ihre Protestparolen.
Soldaten waren in der Nähe des Tahrir-Platzes präsent, hielten sich aber zurück und ließen die friedlichen Demonstranten gewähren.
Soldaten stehen in der Abenddämmerung um einen Panzer am Tahrir-Platz.
Als die Sonne untergeht, ist der Tahrir-Platz immer noch mit Demonstranten gefüllt.
Ein Demonstrant mit der ägyptischen Nationalflagge steht auf einer Straßenlaterne am Tahrir-Platz.
Die Nacht kommt, der Protest geht weiter: Auf dem Tahrir-Platz sind die Plakate der Demonstranten deutlich zu erkennen.
"Besser ohne Pharao": Das Plakat dieses Demonstranten zeigt die Meinung der Protestierenden zu Präsident Husni Mubarak.
Die TV-Ansprache von Präsident Husni Mubarak dürfte die Demonstranten kaum zufriedenstellen: Mubarak lehnt einen sofortigen Rücktritt ab.
US-Präsident Barack Obama sagte, er habe gegenüber Mubarak deutlich gemacht, dass ein geregelter Übergang bedeutsam und friedlich sein und sofort beginnen müsse. Ziel müssten freie und faire Wahlen sein.
Sporadisch bekundeten Mubaraks Anhänger ihre Unterstützung für den Machthaber.