Ägyptens Aufruhr Neue Gewalt in Kairo
Soldaten und Demonstranten vor der Zentrale der Republikanischen Garde: Ägyptens Hauptstadt Kairo wird von neuer Gewalt erschüttert. Bei einer Schießerei sind am Montag mehrere Anhänger der Muslimbrüder getötet worden.
Die Menge hatte sich schon in den frühen Morgenstundenhatten sich vor der Kaserne versammelt, in der der abgesetzte Präsident Mohammed Mursi festgehalten werden soll.
Laut Ärzten und Sicherheitskräften gab es mindestens 42 Tote. Dieser Mann trauert um die Opfer.
Mehr als 300 Menschen sollen verletzt worden sein. Dieser Mursi-Anhänger in Kairo ist empört über die Zusammenstöße.
Verletzte wurden in improvisierten Krankenhäusern behandelt.
Unklar ist, was genau passierte. Die Muslimbrüder erklären, sie seien beim Morgengebet angegriffen worden. Das Militär teilte im Gegensatz dazu mit, die Islamisten hätten versucht, die Kaserne zu stürmen.
Das Militär nahm nach eigenen Angaben etwa 200 Bewaffnete fest, die an dem Angriff beteiligt gewesen sein sollen. Die Festgenommenen hätten unter anderem Schusswaffen und Brandsätze bei sich gehabt, hieß es in einer Erklärung der Armee.
Das Militär demonstriert Stärke in Kairo - hier bewacht ein Panzer eine Brücke nahe des Tahrir-Platzes.
Die Anhänger der Muslimbrüder sind bereit, für ihre Sache zu sterben. Dieser Mann hat sich seinen Namen und die Telefonnummer seiner Eltern auf den Leib geschrieben, so dass die benachrichtigt werden können, sollte ihm etwas passieren.
Einige der Männer haben Leichentücher mit zur Demo gebracht. Damit wollen sie ihre Todesverachtung zeigen.
Der säkulare Oppositionsführer Mohammed ElBaradei verurteilte die Gewalt - sie führe nur wieder zu Gewalt und müsse scharf verurteilt werden, twitterte der Friedensnobelpreisträger. Der Vorfall vor dem Hauptquartier der Präsidentengarde in Kairo müsse von unabhängiger Seite untersucht werden.