Ärger für Trumps Stabschef Die Affäre um Rob Porter
Er sollte das Chaos im Weißen Haus eigentlich ordnen: John Kelly (r.), Stabschef von US-Präsident Donald Trump und ehemaliger Vier-Sterne-General bei den Marines. Aber nun wird ausgerechnet er zur zentralen Figur einer Affäre.
Kelly steht massiv unter Druck. Hintergrund ist die Entlassung eines wichtigen Referenten aus dem unmittelbaren Umfeld des Präsidenten. Rob Porter, bislang sogenannter "Staff Secretary" im Weißen Haus, wurde von Kelly gefeuert, nachdem bekannt geworden war, dass ihn zwei Ex-Frauen der häuslichen Gewalt beschuldigen.
Mehrere US-Medien berichten, dass Kelly, der für das Personal in der Machtzentrale verantwortlich ist, die Vorwürfe gegen Porter aber zumindest in Teilen bereits seit mehreren Monaten gekannt habe. Trotzdem habe er lange an dem Mitarbeiter festgehalten und die Anschuldigungen offenbar nicht ernst genommen.
Für Kelly ist die Sache so oder so unangenehm. Zwar hält wohl Trump weiterhin zu ihm. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Einen schweren Stand hat Kelly vor allem bei Trumps Tochter Ivanka und deren Gatten Jared Kushner.
Beide (hier im September 2017) sehen in dem strengen Militär ein Ärgernis, heißt es in Washington, weil er ihren Einfluss auf Trump beschneiden wolle. Ivanka soll sich in dieser Woche bei ihrem Vater im Oval Office sogar lautstark über Kellys ungeschicktes Verhalten in der Porter-Sache beschwert haben.