Gorillaforschung Das Affen-Rennen
Forscherin Nicole Seiler: "Ich empfinde eine große Ruhe und Dankbarkeit, wenn ich die Gorillas sehe. Für kurze Zeit lassen sie uns teilhaben an ihrem Familienleben." Das ist es, was sie an ihrer ungewöhnlichen Arbeit so fasziniert - Seiler erforscht das Leben von Berggorillas in Uganda. mehr...
Berggorilla in der Variante Zwerggorilla - ein Baby: Der Bestand ist klein, für die Berggorillas geht es ums Überleben. Nur noch rund 800 Tiere gibt es auf der Welt, die Hälfte davon lebt in dem rund 300 Quadratkilometer großen Gebiet von Bwindi Forest im Südwesten Ugandas nahe der Grenze zum Kongo.
Nicole Seiler mit Mia, 1: Ihre Tochter ist oft dabei, wenn die Forscherin eine Rundfahrt macht zu den Gorillagruppen in Bwindi. Sonst leben die beiden im Dorf Ruhija am Rande des Nationalparks, zusammen mit Mias Vater, der Forstwissenschaftler ist.
Geländewagen als Dienstfahrzeug: Mit dem Landcruiser ist Seiler oft tagelang auf unwegsamem Gelände unterwegs, um die verschiedenen Gorillagruppen zu besuchen, die sie für ihre Doktorarbeit am Leipziger Max-Planck-Institut beobachtet.
Gorilla-Dame im Nationalpark Bwindi: "Jedes der Tiere hat eine eigene Persönlichkeit", sagt Nicole Seiler. Per GPS markiert sie die täglichen Wanderrouten der Tiere - warum bewegen sich manche Gruppen nur 50 Meter täglich fort, während andere Kilometer zurücklegen?
Seiler mit ugandischen Naturschützern: Zunächst wollte die Pfälzerin mit Flachlandgorillas in Gabun arbeiten, doch die Stelle war besetzt. Dann ergab sich nach einer Assistenz die Chance einer Doktorarbeit zu Berggorillas.
Family Guy: Die Berggorillas pflegen ein ausgeprägtes Familien- und Gruppenleben - das macht die Beobachtung für die Forscher umso interessanter. Die Naturschutz-Bemühungen zahlen sich aus, die Zahl der Tiere ist im letzten Jahrzehnt wieder deutlich gewachsen.
Zufriedene Diplombiologin: In einem Punkt sind die Wissenschaftler heute rigoros -Abstand halten! Nie würden sie den Menschenaffen so nah kommen wie die berühmte Gorillaforscherin Dian Fossey, deren Fotos von innigen Umarmungen mit den Tieren um die Welt gingen. Heute weiß man, wie wichtig es ist, die Tiere vor menschlichen Keimen zu schützen. Schon ein gewöhnlicher Schnupfen kann für die Riesenaffen tödlich sein.
Strapaziöse Arbeit: Die Gorillas sind schwer zu finden, auf der Suche geht es die Berge rauf und runter, bis die Lunge brennt und das Gesicht von Dornbüschen zerkratzt ist. Manchmal fragt sich Nicole Seiler, was sie hier eigentlich macht - "aber dann kommt man bei den Gorillas an, und alles ist in Ordnung".