Afghanistan: Stunde der Kriegserklärer - DER SPIEGEL
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Afghanistan Stunde der Kriegserklärer

Immer mehr tote Bundeswehrsoldaten in Afghanistan, immer mehr Deutsche gegen den Einsatz: Kanzlerin Merkel und SPD-Chef Gabriel mühen sich in Überzeugungsarbeit, Linke-Mann Gysi ist dagegen wie immer - und ein FDP-Vertreter bekommt eine Rüge.
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"Unsere Ziele waren zum Teil unrealistisch hoch - oder sie waren falsch": Kanzlerin Angela Merkel gab sich bei ihrer Regierungserklärung am Donnerstag selbstkritisch - verteidigte den Einsatz jedoch das Engagement als notwenig. Deutschlands Sicherheit werde auch am Hindukusch verteidigt, zitierte sie Ex-Verteidigungsminister Peter Struck (SPD).

Foto: Michael Sohn/ AP
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"Wir wollen das Mandat nicht ändern, weder politisch noch semantisch": Nachdem er vergangene Woche den Eindruck erweckt hatte, vom Einsatz abzurücken, musste SPD-Chef Sigmar Gabriel am Donnerstag ein klares Bekenntnis zum Bundeswehr-Engagement ablegen. Der Bundesregierung warf er unnütze "Kriegsrethorik" vor.

Foto: THOMAS PETER/ REUTERS
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"Es wird deutlich, dass wir leider in jeder Hinsicht Recht hatten": Linke-Fraktionschef Gregor Gysi gefiel sich erneut in der Rolle des Volkstribuns. Merkel müsse erklären wie nun eine Stabilisierung des Landes erreicht werden solle, nachdem dies in den acht Jahren zuvor nicht gelungen sei.

Foto: DDP
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"Sie brauchen auch einen": Für einen peinlichen Fehltritt sorgte der FDP-Politiker Martin Lindner. Als Linke-Fraktionschef Gysi am Rednerpult mehr Psychiater für die Soldaten forderte, rief Lindner dazwischen, Gysi brauche auch einen. Im Anschluss rügte Bundestagspräsident Norbert Lammert den Zwischenruf "ausdrücklich als unparlamentarisch".

Foto: DDP
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