Papst-Rücktritt Hoffnung auf afrikanischen Pontifex
Aufregung in Nigeria: Erst am Sonntag gewann das Nationalteam den Afrika-Cup - hier Fans der "Super Eagles" beim Sieg gegen Burkina Faso im Finale. Nur einen Tag später macht das westafrikanische Land erneut Schlagzeilen.
Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. wird der Nigerianer Francis Arinze - hier im Jahr 2005 bei einer Messe im Petersdom - als möglicher Nachfolger gehandelt.
Verteilung von Kondomen im südafrikanischen Johannesburg: Viele afrikanische Katholiken erhoffen sich von Benedikts Nachfolger einen liberaleren Kurs - vor allem was den Gebrauch von Verhütungsmitteln angeht.
Auch Kevin Dowling, Bischof im südafrikanischen Rustenburg, favorisiert einen afrikanischen Papst. "Er hätte einen anderen Blick auf die Welt und auf Dinge wie Armut und andere Leiden", sagt er.
Gerade was die Stellung der Kirche zu Kondomen angeht, konnte sich Benedikt XVI. während seiner Amtszeit nur zu graduellen Zugeständnissen durchringen. Dennoch ist der scheidende Papst - hier bei einem Besuch in Kamerun 2009 - in Afrika immens populär.
Auch Pretorias Erzbischof William Slattery - hier mit Benedikt bei einer Messe im Petersdom im Jahr 2011 - wirbt für einen Papst aus Afrika.
Benedikt bei einem Treffen mit Bischöfen aus dem südlichen Afrika im Juni 2005: "Die traditionelle Lehre der Kirche hat sich als das einzige Mittel erwiesen, die Verbreitung von HIV zu stoppen."