Afroamerikanisches Fest Kwanzaa - DER SPIEGEL
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Afroamerikanische Feierwoche "Kwanzaa" Black Power statt weißer Weihnacht

Aus dem Weißen Haus schickte Donald Trump eine Grußbotschaft an eine von Black-Power-Aktivisten etablierte Feierwoche. Aber wie entstand Kwanzaa - und worum geht es bei dem Fest mit seinen afrikanischen Bezügen?
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Kein Karneval, sondern Kwanzaa: Ein schwarzer US-Amerikaner trägt zu einer Kwanzaa-Feier einen fantasievollen Umhang mit afrikanischen Motiven. Bei dem Fest von 26. Dezember bis zum 1. Januar erinnern Afroamerikaner an den Kontinent ihrer Vorfahren.

Foto: Gamma-Rapho/ Getty Images
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Musikalisches Rahmenprogramm: Im Rahmen des Kwanzaa-Festes werden afrikanische Speisen serviert und traditionelle Riten zelebriert. Das Foto von 2003 zeigt die Aufführung eines Zulu-Tanzes im New Yorker Museum of National History. Auf der Bühne steht ein Kinara (Kisuaheli für Lichthalter) mit sieben Kerzen in rot, schwarz und grün, Symbolfarben einer schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Rückkehr aller Schwarzen nach Afrika forderte.

Foto: Spencer Platt / Getty Images
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Festliche Stimmung: Das Entzünden der Lichter bezaubert viele Kinder so wie die Kerzen am Weihnachtsbaum. Hier bestaunt ein neun Monate altes Baby in Washington D.C. die Kerzen, die seine Mutter an den sieben Kwanzaa-Abenden entzündet.

Foto: Washington Post/ Getty Images
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Weihnachtsmann bei Kwanzaa-Feier? Eigentlich gehört der bärtige Geschenkebringer nicht zum Kwanzaa der Afroamerikaner. Aber ein erfinderischer Mann aus Florida feierte am 26. Dezember originell den Übergang von einem Fest zum nächsten. Die Gäste passierten beim Besuch zum Auftaktsdinner einen (schwarzen) Weihnachtsmann. „Merry Christmas - happy Kwanzaa“.

Foto: imago/ ZUMA Press
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Geselliges Beisammensein: Vor dem Abendessen segnen die Gastgeber beim Kwanzaa die Speisen. Zum Fest haben die meisten Gäste afrikanische Kleidung angezogen.

Foto: MCT/ Getty Images
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Fest mit Tänzen und Trommeln. Ensembles wie die Ouzria Karuma Dance Troupe aus Kalifornien (hier in Englewood 2001) ziehen während der Kwanzaa-Zeit von Auftritt zu Auftritt.

Foto: Ric Francis / AP
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Der Kwanzaa-Erfinder und das Box-Idol: Maulana Karenga (M., mit Brille) und Muhammad Ali (r.) trafen sich auf einer Konferenz des Congress of Racial Equality (CORE) 1968 in Columbus, Ohio. Als schwarze Nationalisten hatten beide ihre "Sklavennamen" - Ron Everett und Cassius Clay – abgelegt.

Foto: AP
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Fest der Früchte: "Kwanzaa" bedeutet in der ostafrikanischen Sprache Kisuaheli "erste Früchte" - "Danke für die Ernte". Der afroamerikanische Universitätsprofessor Karenga und seine Gesinnungsfreunde legten Kwanzaa in die Zeit des christlichen Weihnachtsfestes, um die panafrikanische Idee dem Christentum entgegenzustellen, das sie für die Kolonisation und Sklaverei mitverantwortlich machen.

Foto: Jennifer Szymaszek / AP
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Kwanzaa als Briefmarkenmotiv: Das Schwarzen-Fest wurde schlagartig auch allen US-Weißen bekannt, als die Post 1997 eine Kwanzaa-Briefmarke herausgab.

Foto: Bebeto Matthews / AP
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Schöpfer und Schöpferin: Kwanzaa-Erfinder Maulana Karenga gratuliert am 22. Oktober 1997 der Künstlerin Syntia Saint James, die das Motiv für die Kwanzaa-Briefmarke entworfen hatte.

Foto: Reed Saxon / AP
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Kwanzaa-Clown: Mädchen bewundern auf einem Kwanzaa-Fest in New York einen Jungen, der sich als Clown verkleidet hat.

Foto: Stephen Chernin / Getty Images
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Calypso zum Kwanzaa-Fest: Eine Tanzgruppe in New York begeistert das Publikum zu karibischen Calypso-Klängen. Das von US-Schwarzen erfundene Fest soll die afrikanische Diaspora in der ganzen Welt ansprechen.

Foto: Stephen Chernin / Getty Images
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Zeremonie mit Trankopfer: Ein Geistlicher in New York segnet am 26. Dezember 2003, dem ersten Tag des Kwanzaa-Festes, den Boden eines Friedhofs für Afroamerikaner im Stadtteil Brooklyn. Auch bei Feiern in vielen Familien werden Flüssigkeiten - vorzugsweise Alkohol - auf den Boden gesprenkelt, um die Ahnen zu ehren.

Foto: Stephen Chernin / Getty Images
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Tanz vor Kerzen und Früchten: Das Kwanzaa-Fest - hier eine Show in New York 2003 - etablierte sich seit der Black-Power-Bewegung der Sechzigerjahre. Im Jahr 2017 schickte der US-Präsident Donald Trump am 26. Dezember eine Grußbotschaft "an die Familien, die gemeinsam mit ihren Freunden den Kinara anzünden" und wünschte ihnen "fröhliche Feiertage und ein erfolgreiches neues Jahr".

Foto: Stephen Chernin / Getty Images
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Glückwünsche an Plätzen und Ortseinfahrten: Zwei Männer im vorwiegend von Afroamerikanern bewohnten Roxbury, Massachusetts, entrollen an der Hauptstraße eine Botschaft zum Fest.

Foto: Boston Globe/ Getty Images
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Kinder lieben Kwanzaa: Feiern, bei denen sie zuschauen oder selbst auftreten können, haben Kwanzaa bei Kindern beliebt gemacht. Das liegt vermutlich nicht zuletzt daran, dass es - wie zum Weihnachtsfest - Geschenke gibt. Das Foto von 2008 aus Denver, Colorado, zeigt eine afroamerikanische Kulturgruppe beim Üben für Kwanzaa.

Foto: Denver Post/ Getty Images
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Umzug zum Kwanzaa-Fest: Angeführt von einem Aktivisten marschiert eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen durch einen Ort in Colorado. Kwanzaa hat sich als Fest etabliert, aber nur eine Minderheit der Afroamerikaner feiert es.

Foto: Denver Post/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?