Agnès Varda gestorben Pionierin des Nouvelle-Vague-Kinos
Agnès Varda am 23. März 2019. In der Nacht zum Freitag ist die Regisseurin einer Krebserkrankung erlegen.
"Zum ersten Male spricht zu uns eine Frau ... Welch ein Ereignis!", jubilierten die Kritiker der "Cahiers du Cinema" über Vardas Film "Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7" von 1961.
Für "Vogelfrei" (mit Patrick Lepczynski und Sandrine Bonnaire) wurde sie mit dem Goldenen Löwen beim Festival von Venedig ausgezeichnet.
Das Mutter-Tochter-Duo Jane Birkin und Charlotte Gainsbourg inszenierte Varda 1987 in "Die Zeit mit Julien".
Über Jane Birkin schuf Varda dann auch noch einen biografischen Film: "Jane B. par Agnès V."
Die Kindheit und Jugend des Regisseurs Jacques Demy verfilmte sie 1991 in "Jacquot de Nantes".
Wenn Varda rief, kamen auch die Stars: Catherine Deneuve und Robert De Niro im Kinogeschichtsspektakel "Hundertundeine Nacht" von 1995.
2007 drehte Varda das autobiografische Selbstporträt "Die Strände von Agnès".
Noch im hohen Alter war sie künstlerisch äußerst aktiv. Zusammen mit dem Street-Art-Künstler JR bekam sie für "Augenblicke: Gesichter eine Reise" 2018 sogar noch eine Oscar-Nominierung in der Dokumentarfilm-Kategorie.