"Aida Prima" und ihre Umwelttechnik - DER SPIEGEL
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Im Schiffsbauch "Aida Prima" und ihre Umwelttechnik

Die "Aida Prima" sollte das Vorzeigeschiff der deutschen Kreuzfahrt werden. Doch nun gerät die Rostocker Reederei unter Druck: Umweltschützer und die ARD haben Abgasmessungen an Bord durchgeführt.
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"Aida Prima" in Rotterdam: Das Kreuzfahrtschiff mit Kussmund ist seit Mai 2016 das neue Flaggschiff der Rostocker Reederei.

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Die "Aida Prima" kann bis zu 3300 Passagiere aufnehmen. Eine neuartige, dreiteilige Filteranlage soll in den Abgasen Rußpartikel, Schwefel- und Stickoxide um 90 bis 99 Prozent reduzierten - so lautete das Versprechen.

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Die "Aida Prima" ist mit Landstromanschlüssen ausgerüstet, mit denen das Schiff im Hafen die Motoren ausstellen könnte. Für Kreuzfahrtschiffe gab es bisher kaum Infrastruktur in europäischen Häfen. Die "Aida Prima" allerdings verwendet LNG im Hafen - eine umweltfreundlichere und kostengünstigere Lösung.

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Da die "Prima" keine LNG-Tanks an Bord hat, wird sie im Hafen über Tanklastwagen versorgt - wie in Southampton. Das tiefgekühlte Flüssigerdgas wird über Schläuche in den Umschaltraum in den Tiefen des Schiffsbauchs geleitet...

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... im Umschaltraum wird das bei minus 163 Grad Celsius flüssige Erdgas erwärmt und in die Motoren geleitet. LNG gilt als Treibstoff der Zukunft - er ist billiger, umwelt- und klimafreundlicher als herkömmliche Schiffstreibstoffe wie Schweröl oder Marinediesel.

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Nun hat die ARD hohe Abgaswerte auf der "Aida Prima" gemessen. der Bundesgeschäftsführer des Naturschutzbundes (Nabu), Leif Miller, sagte in einer Mitteilung: "Die Abgaswerte auf der 'Aida Prima' sind erschreckend hoch." Auf dem Foto sind Messungen des Nabu von Mai 2016 zu sehen.

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