Airbus Jungfernflug des A400M
Wenige Minuten vor dem Start: Testpiloten im Cockpit des Airbus A400M
Um 10.16 Uhr hob die viermotorige Turboprop- Maschine bei strahlendem Sonnenschein in Sevilla ab. Unter den rund 2500 Gästen, die am Rand der Startbahn warteten, brandete Jubel auf.
Lange Zeit war unklar, ob der A400M überhaupt eines Tages fliegen würde. Zuvor hatte es Ärger um das neue Militärflugzeug gegeben, denn der A400M hat seine geplanten Herstellungskosten empfindlich überschritten. Nun scheint sich eine Lösung abzuzeichnen.
Sicher gelandet, aber noch längst nicht bezahlt: Hersteller Airbus und die Verteidigungsminister der beteiligten Länder sind sich uneinig, wer die ausufernden Kosten des A400M tragen soll.
Vor den Augen von 2500 Gästen drehte das als "Pannenflieger" verspottete Modell einige Runden über dem Flughafen im andalusischen Sevilla.
Erst mit zwei Jahren Verspätung ist der A400M am Freitag endlich geflogen. Testpilot Ignacio "Nacho" Lombo hat es trotzdem gefallen.
Die Crew und ihr Arbeitsgerät.
Spaniens König Juan Carlos I (M.) sollte der Veranstaltung zusätzlich royales Gewicht verleihen. Frankreichs Verteidugungsminister Herve Morin und seine spanische Kollegin Carme Chacon (neben Juan Carlos) vertraten zwei der acht Käuferländer des Militärtransporters. Airbus-Chef Tom Enders (4. von r.) und EADS-Chef Louis Gallois (3. von r.) war nach dem Flug zum Feiern zumute.
Dem Chef fiel ein Stein vom Herzen: Thomas Enders nach dem Erstflug seines A400M
Der Militärtransporter A400M soll große Lasten transportieren - und das über lange Strecken.
Flugzeug und Auto im Vergleich: Neben dem A400M wirkt ein VW-Golf geradezu winzig.
Keine Nation hat so viele Exemplare des A400M bestellt wie Deutschland.