"Aktuelle Kamera" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

"Aktuelle Kamera" Sendeschluss für die SED

Sie wurde verspottet als "Trompete der Partei" und ignoriert von den DDR-Zuschauern: Am 14. Dezember 1990 lief die letzte Ausgabe der "Aktuellen Kamera". Es war das Ende einer Sendung, die sich während der Wende selbst revolutioniert hatte, mit ausgewogenen Berichten glänzte - und Einschaltquoten in schwindelerregender Höhe.
1 / 9

Angelika Unterlauf, Sprecherin der Nachrichtensendung "Aktuelle Kamera", am 15. Oktober 1989 zu CSSR-Reisen im Fernsehen der DDR.

Das rbb Fernsehen zeigte 2009 die preisgekrönte Dokumentationsreihe "Chronik der Wende". In 163 Folgen dokumentiert die einzigartige Serie die friedliche Revolution in der DDR.

Foto: rbb/DRA
2 / 9

Der General-Intendant des DDR-Fernsehns, Hans Bentzien, links, und WDR-Intendant Friedrich Nowottny bei einem Treffen im Kölner Funkhaus am 20. Dezember 1989.

Foto: AP
3 / 9

Zu Ehren von Stalins Geburtstag startete am 21. Dezember 1952 das erste Fernsehzentrum der DDR in Berlin-Adlershof mit der Sendung des offiziellen Fernsehversuchsprogramms. Zum Programm des Fernsehfunks gehörten die Sendereihen "Die Aktuelle Kamera", "Wetterdienst", "Sport der Woche", "Nationales Forum", "Modenschauen" sowie Kulturprogramme. Das Foto zeigt den öffentlichen Sendesaal am 20. Dezember 1952.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-17697-0011

Foto: Das Bundesarchiv/Hans-Günter Quaschinsky
4 / 9

Journalist Wolfgang Reichardt interviewt für die "Aktuelle Kamera" Jugendliche beim "Ball der Jugend" 1976 im Palast der Republik, Berlin.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-R0428-0045

Foto: Das Bundesarchiv/Ulrich Kohls
5 / 9

Mit der Auflösung oder Umstrukturierung des Deutschen Fernsehfunks in Berlin-Adlershof wurde auch die Nachrichtensendung "AK" ("Aktuelle Kamera") eingestellt. Am 14. Dezember 1990 war das "AK"-Logo zum letzten Mal auf den Bildschirmen zu sehen. Jahrelang als langweilig und desinformierend betrachtet, hatte das "AK"-Team nach der Herbstwende '89 mit seiner neuen, offenen Informationspolitik viele Zuschauer gewonnnen.

Signatur im Bundesarchhiv: Bild 183-1990-1207-401

Foto: Das Bundesarchiv/Thomas Lehmann
6 / 9

Ein Team der "Aktuellen Kamera" filmt für die DDR-Nachrichtensendung auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1966 in der Ausstellungshalle der Volksrepublik Polen zwei Mannequins von Moda Polska.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-E0311-0001-003

Foto: Das Bundesarchiv/Hubert Link
7 / 9

Die "Aktuelle Kamera" ließ es sich nicht nehmen, weltbewegende Dinge wie den Transport eines Harnstoffreaktors am 27. Januar 1973 durch die engen Straßen bei Knapprode zu filmen. Der Reaktor aus Brno wurde im Stickstoffwerk Piesteritz eingesetzt.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-M0127-0024

Foto: Das Bundesarchiv/Wolfgang Thieme
8 / 9

Im Haus der Kultur in Gera, Thüringen, wurden in einer vom Fernsehen original übertragenen Gala die Fernsehlieblinge 1987 gekürt. In der Gunst des Publikums am höchsten standen: Helga Piur, "Aktuelle Kamera"-Nachrichtensprecher Klaus Feldmann, Petra Kusch-Lück, Hans-Joachim Wolfram, Helga Hahnemann, Heinz Florian Oertel, Erika Krause und Ellen Tiedtke (von links).

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1988-0327-001

Foto: Das Bundesarchiv/Jan Peter Kasper
9 / 9

Fernsehsprecher Feldmann Nicht mehr als Chefsprecher der "Aktuellen Kamera" des DDR-Fernsehens, sondern für das Stadtjournal beim privaten Cottbuser Fernsehsender LTV Television Cottbus GmbH sitzt Klaus Feldmann vor dem Spiegel in der Maske, Foto von Juli 1995. Der 14-fache DDR-"Fernsehliebling", der zwischenzeitlich als Pressereferent gearbeitet hatte, kehrte damit zum Fernsehen zurück. Als Mitarbeiter des Senders war er auch wieder als Nachrichtensprecher im Einsatz.

Foto: dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?