Albert Einstein: Briefe und Sinnsprüche - DER SPIEGEL
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Albert Einstein Briefe und Sinnsprüche

Nobelpreisträger Albert Einstein musste vor den Nazis in die USA fliehen. Die Gefahren für Juden in Deutschland hatte er schon früh erkannt - wie ein nun versteigerter Brief an seine Schwester zeigt.
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In Jerusalem ist ein Brief des Physikers Albert Einstein (1879-1955) an seine Schwester Maja versteigert worden. Bei der Auktion kam das Schreiben für umgerechnet knapp 28.400 Euro unter den Hammer, wie das Auktionshaus Kedem mitteilte.

Foto: DPA/Auktionshaus Kedem
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Einstein (hier 1954) habe in dem Brief bereits 1922 auf die Schwierigkeiten für Juden in Deutschland verwiesen, hieß es. Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen.

Foto: dpa
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"Hier sind wirtschaftlich und politisch düstere Zeiten im Anzuge", schrieb Einstein in dem rund eineinhalb Seiten langen Brief auf Deutsch. "Mach Dir keine Sorgen um mich, ich habe selbst auch keine Angst, wenn es auch nicht ganz koscher ist, die Menschen sind eben aus dem Häuschen."

Foto: RONEN ZVULUN/ REUTERS
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Man gehe davon aus, dass Einstein den Brief in Kiel schrieb, bevor er zu Vorträgen nach Asien aufbrach, teilte das Auktionshaus mit. 1921 hatte Einstein bereits den Nobelpreis für Physik erhalten.

Foto: RONEN ZVULUN/ REUTERS
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Ein handschriftlicher Sinnspruch Einsteins war im vergangenen Jahr für 1,56 Millionen Dollar versteigert worden: Einstein hatte das Blatt Papier einem Dienstboten in Japan vor fast hundert Jahren zugesteckt, möglicherweise als eine Art Trinkgeld. Auf dem Briefpapier des Hotels steht geschrieben: "Stilles bescheidenes Leben gibt mehr Glück als erfolgreiches Streben, verbunden mit beständiger Unruhe."

Foto: AMMAR AWAD/ REUTERS
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Der Zettel erzielte ein Vielfaches des Schätzpreises von 5000 bis 8000 Dollar. Das Bieten begann bei einem Preis von 2000 Dollar, es endete etwa 25 Minuten später bei dem Millionenbetrag. Noch nie sei in Israel so viel Geld für ein Dokument gezahlt worden, sagte ein Sprecher des Auktionshauses.

Foto: MENAHEM KAHANA/ AFP
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Einstein hatte dem Dienstboten 1922 im Hotel Imperial in Tokio während einer Vortragsreise zwei Botschaften zugesteckt. Die zweite wurde ebenfalls versteigert, sie lautet: "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg." Der neue Eigentümer dieses Zettels zahlte mehr als 200.000 Dollar.

Foto: MENAHEM KAHANA/ AFP
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Bereits im Juni 2017 waren in Jerusalem Briefe des 1955 verstorbenen Physikers versteigert worden.

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Die meisten der Schreiben aus den Jahren 1951 bis 1954 sind an den US-Physiker David Bohm gerichtet und beschäftigen sich unter anderem mit der Frage der göttlichen Schöpfung und der Situation in Israel.

Foto: GIL COHEN-MAGEN/ AFP
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Eines der Schreiben an Bohm kaufte der israelische Illusionist Uri Geller. Bohm habe 1973 an einer Londoner Universität Gellers "paranormale Fähigkeiten" wissenschaftlich getestet, sagte der TV-Magier.

Foto: GIL COHEN-MAGEN/ AFP
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