Zum Tod von Stararchitekt Speer junior Großer Name, große Pläne
Der Architekt Albert Speer junior ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Politikerkreisen in Frankfurt erfuhr. Speer zählte zu den renommiertesten Architekten in Deutschland.
Schon in den Sechzigerjahren eröffnete er sein erstes Architekturbüro in Frankfurt am Main. Vor allem das Stadtbild seiner Wahlheimat prägte er wie kein anderer.
So entwarf Speer den Baseler Platz in Frankfurt (Foto). Auch in anderen Städten plante er neue Wohnquartiere, erstellte Flächennutzungspläne und sanierte Altstädte wie Lübeck, Speyer und Worms. Auch der Neubau der Europäischen Zentralbank wurde nach seinen Vorstellungen gestaltet.
Auch am neuen Nachwuchszentrum des FC Bayern München, welches erst kürzlich eröffnet wurde, wirkte er mit.
Speer war der Sohn von Adolf Hitlers gleichnamigem Rüstungsminister. Dieser wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs bei den Nürnberger Prozessen zu 20 Jahren Haft verurteilt und starb 1981 in London. Von den Ansichten und Verbrechen seines Vaters grenzte sich Speer junior im Laufe seines Lebens immer wieder deutlich ab.
Im Gegensatz zu seinem Vater wirkte Speer junior an fast allen Orten der Erde. Viele WM-Stadien in Südafrika (hier: Durban) gestaltete er nach seinen Vorstellungen, auch in Katar zeichnete er bis zuletzt verantwortlich. Weitere Orte, an denen er arbeitete: Baku, Shanghai, Riad.