Tod des Aldi-Erben Der Clan gewährt Einblick
Dieses Foto ließ die Familie von Berthold Albrecht in der Traueranzeige veröffentlichen.
Mit ganzseitigen Anzeigen in vielen Tageszeitungen nimmt die Familie Albrecht ungewohnt öffentlich Abschied von Berthold Albrecht.
Berthold Albrecht sei ein "sehr lieber, überaus großzügiger Mensch" gewesen, heißt es in der Anzeige. "Er hatte ein großes Herz, zeichnete sich durch seine feinfühlige Art aus, durch Heiterkeit und Optimismus." Unterzeichnet ist die Traueranzeige von der Witwe Babette Albrecht "mit Kindern und Familienhund".
Berthold Albrecht war Vorsitzender einer der Familienstiftungen. Diese halten die Anteile von Aldi Nord. Als Stiftungschef war Berthold Albrecht auch Mitglied des Verwaltungsrats von Aldi Nord.
Eine Aldi-Nord-Filiale in Hamburg. Im Sommer 2010 war Theo Albrecht gestorben, der über Aldi Nord herrschte. Seine Söhne, der nun verstorbene Berthold und dessen Bruder Theo Albrecht junior, zählen zu den reichsten Deutschen.
Das Grab von Theo Albrecht in Essen. Der Unternehmer starb 2010 im Alter von 88 Jahren. Sein Sohn Berthold wurde nur 58 Jahre alt.
Theo Albrecht lebte sehr zurückgezogen. Als Grund für die Verschwiegenheit der Familie wird gemeinhin die Entführung Theo Albrechts angegeben, der im Jahr 1971 von einem Düsseldorfer Rechtsanwalt und einem Kleinkriminellen 17 Tage lang gefangen gehalten und erst nach der Zahlung von sieben Millionen Mark freigelassen wurde.
Karl Albrecht legte zusammen mit Theo den Grundstein für das Unternehmen. Gemeinsam übernahmen sie 1946 den kleinen Lebensmittelladen ihrer Mutter. Ab 1961 wurde daraus Albrechts Discount - kurz Aldi.
Zunächst firmierten die Gründer unter ihrem Familiennamen. Das Bild zeigt einen Laden im Jahr 1968.
Aldi-Markt 1982. Das Credo der beiden Aldi-Gründer lautet: "Beste Qualität zum günstigsten Preis". Die beiden gelten als Erfinder der sogenannten Discount-Strategie. Die damals revolutionäre Idee war, mit einem schmalen Sortiment und einfachen Betriebsabläufen die Kosten möglichst gering zu halten. Damit konnte Aldi viel niedrigere Preise als die Konkurrenz anbieten.