Aldi Nord - DER SPIEGEL
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Streit im Aldi-Clan Macht, Millionen, Misstrauen

Zwei Familienzweige kämpfen in der verschwiegenen Einzelhandelsdynastie Aldi Nord um Einfluss und Geld - es geht auch um den Lebensstil. Der Streit wird nun öffentlich ausgetragen.
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Vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig streiten die beiden Familienzweige nun öffentlich um den Nachlass des Firmengründers Theo Albrecht senior. Mit dem Tod des Aldi-Erben Berthold Albrecht eskalierte der Zwist um Macht und Geld.

Foto: Friso Gentsch / dpa
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Mit dem von Theo Albrecht senior (im Bild) ab Mitte der Siebzigerjahre in Nortorf diskret eingerichteten Stiftungskonstrukt sollte die Zukunft des Nordteils von Albrecht Diskont (kurz Aldi) für alle Zeit gesichert werden: keine lästigen Aktionärsversammlungen mit Berichten, kein Konzernbetriebsrat.

Foto: manager magazin
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Mit der Absicherung bis in die Unendlichkeit könnte es schwierig werden: Vor allem über die Zusammensetzung des Stiftungsvorstands der Jakobusstiftung gibt es Zwist. Der Theo-Zweig will den Einfluss der Manager in den Stiftungen erhöhen und die Macht der Familie senken. Die Seite von Berthold-Witwe Babette - im Bild mit Anwalt Andreas Urban - will das verhindern.

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Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa

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Babette Albrecht und ihre fünf Kinder ziehen selbst jedes Jahr 25 Millionen Euro aus der Stiftung. Ziel der Stiftung ist "die Förderung der Destinatäre durch laufende und einmalige Zuwendungen".

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Berthold Albrecht war 2012 mit nur 58 Jahren gestorben. Um zu verhindern, dass die Manager in dem Konzern nun mehr Macht bekommen, zweifelte Bertholds Witwe Babette Albrecht Ende 2016 sogar die Geschäftsfähigkeit ihres damals schwerkranken Ehemannes an. Es geht darum, ob eine Stiftungssatzung 2010 wirksam geändert wurde.

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Theo Albrecht junior, so die Interpretation der Berthold-Seite, wolle mit der Satzungsänderung einen ganzen Familienzweig federstrichartig kaltstellen. Theo wiederum warf nach der Niederlage in erster Instanz den Nachkommen seines Bruders in einem "Handelsblatt"-Interview vor, sie wollten "das Unternehmen am Nasenring durch die Manege führen".

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Ob dieser Konflikt der Generationen beigelegt werden kann? Dass die Jakobusstiftung im Sommer dem rund fünf Milliarden Euro schweren Umbauprojekt Aniko zugestimmt hat, spricht dafür. Noch viel mehr spricht allerdings gegen einen Familienfrieden. Die Berthold-Hinterbliebenen mit ihrem Anwalt Andreas Urban klagen in einem zweiten Verfahren auf Akteneinsicht.

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