Aldi Nord Geschichte: Billig, will ich - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Aldi-Geschichte Billig, will ich

Theo und Karl Albrecht machten aus dem winzigen Tante-Emma-Laden ihrer Mutter die Keimzelle zweier Weltkonzerne. Theo Albrechts Nachkommen streiten bei Aldi Nord nun um Macht und Geld. So fing alles an.
1 / 6

Die erste Aldi-Filiale weltweit: Albrecht Spirituosen und Lebensmittel in der Essener Huestrasse 89, gegründet 1913. Hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1930. In den Fünfzigerjahren eroberten die Brüder Karl und Theo Albrecht mit ihren Märkten erst das Ruhrgebiet: 1955 besaßen sie 101 Filialen, drei Jahre später waren es 170 und 1960 bereits 300. Sie benannten sich in Aldi um - kurz für Albrecht Diskont.

Foto: Handout/ Getty Images
2 / 6

Warteschlange vor einem Berliner Aldi-Markt: Begrenztes Warensortiment, niedrige Preise, geringe Kosten - das war das Prinzip der Firmengründer, die Deutschland geografisch unter sich aufteilten. Mit den billigen Lebensmitteln in schmucklosen Ladengeschäften stiegen sie zu den reichsten Männern der Welt auf. Theo Albrecht war 1971 entführt worden. Ein verschuldeter Rechtsanwalt und ein vorbestrafter Tresorknacker wurden wenig später als Täter gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt.

Foto: imago/ Ulli Winkler
3 / 6

Sonntags geöffneter Aldi-Markt auf der Insel Rügen: Pappkartons, breite Gänge, keine Dekoration, keine Regale - an der Grundidee von Aldi hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig geändert. Da man es mit Kunden zu tun hat, die auf jeden Cent achten, galt Verschwiegenheit und Demut in der Familie Albrecht über Jahrzehnte hinweg als Tugend.

Foto: imago/ Christian Ditsch
4 / 6

Schnäppchenjagd in einem Münchner Aldi-Markt: Im Norden fiel ein Familienzwei zuletzt durch ihr öffentliches Leben auf. Gründer-Erbe Berthold Albrecht und seine Frau kauften Oldtimer und (überteuerte) Gemälde vom Kunstberater Helge Achenbach.

Foto: imago/ HR Schulz
5 / 6

Aldi-Markt in Hamburg: Dem anderen Familienzweig gefällt das gar nicht. Dass die Hinterbliebenen des 2012 gestorbenen Berthold Albrecht jedes Jahr 25 Millionen Euro aus der Stiftung ziehen, gefällt nicht jedem. Vor Gericht streiten die beiden Familienzweige deshalb nun um mehr Einfluss auf das komplizierte Stiftungskonstrukt, das sich hinter der Marke verbirgt.

Foto: imago/ Waldmüller
6 / 6

Die Seite des zweiten Aldi-Nord-Erben Theo Albrecht Junior will die Macht der Manager in den Stiftungen stärken. Die Berthold-Seite fürchtet in dem nun öffentlich vor Gericht ausgetragenen Streit, dass ihr Familienzweig federstrichartig entmachtet werden soll.

Foto: Wolfgang_Kluge/ picture-alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?