Alexander Winokurow Der gestürzte Sieger
Bittere Tränen: Am 17. Juli auf der 9. Etappe der Tour, die über die Pässe Iseran und Galibier führte, konnte Alexander Winokurow den Favoriten nicht folgen. Im Ziel weinte der Kasache im Wissen, die Tour nicht mehr gewinnen zu können.
Wiederauferstehung: Winokurows Form glich dem Profil einer Bergetappe: Dem Sieg im Einzelzeitfahren folgte der Einbruch in den Pyrenänen. Tags drauf radelte der Kasache die Konkurrenz in Grund und Boden.
Beim ersten Einzelzeitfahren fuhr Alexander Winokurow am 21. Juli Bestzeit - und ließ die Führenden im Gesamtklassement deutlich hinter sich. Jetzt stellte sich heraus: Bei einem Dopingtest wurden verschiedene Arten von roten Blutkörperchen gefunden - ein Beweis für Fremdblutdoping.
In Paris werden die Astana-Fahrer nicht mehr ankommen. Das Team wurde nach Winokurows positiven Dopingprobe zurückgezogen.
Auf der 15. Etappe, am 23. Juli, jubelte Alexander Winokurow. Zum zweiten Mal hatte er auf dieser Tour de France triumphiert.
Auch nach Winokurows zweitem Etappensieg am Montag wurde ein Doping-Test gemacht, die Ergebnisse stehen noch aus.
Überführt: Alexander Winokurow muss nun mit einer langen Sperre rechnen, sollte die B-Probe ebenfalls positiv sein.
Abreise: Nach dem positiven Befund reiste das Astana-Team noch am selben Abend ab.
2003 schafften sie es auf das Siegerpodest bei der Tour: Jan Ullrich (l.), Lance Armstrong (m.) und Alexander Winokurow (r.). Alle drei stehen unter Dopingverdacht.
Positiv: Am 28. Juni wurde das Ergebnis der B-Probe publik. Sie war ebenso positiv wie die A-Probe. Damit gilt Winokurow als Dopingsünder. Sein Team reagierte am 30. Juni und entließ das einstige Aushängeschild Winokurow.