Fall Alfie Evans Demonstrieren und hoffen
Alfie Evans auf dem Arm seiner Mutter: Der Junge litt an einer schweren neurologischen Krankheit, konnte sich nicht bewegen, reden oder hören. Fast sein ganzes Gehirn war den Ärzten zufolge geschädigt.
Vater Thomas Evans vor dem Krankenhaus in Liverpool: Die Ärzte lehnten eine Weiterbehandlung des Jungen ab - Lebenserhaltende Maßnahmen seien sinnlos und würden Alfies leiden verlängern. Die Eltern wollten hingegen, dass ihr Sohn so lange wie möglich am Leben erhalten wird.
Weltweit solidarisierten sich Menschen mit Alfie und seiner Familie.
Vor dem Krankenhaus versammelten sich Unterstützer der Familie und demonstrierten für die Fortsetzung der Behandlung.
Zeitweise musste das Krankenhaus in Liverpool von der Polizei bewacht werden.
Doch vor Gericht unterlagen die Eltern mehrfach - die Richter gaben den Ärzten recht. Zuletzt lehnte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine Fortsetzung der Behandlung ab.
Auch der Papst, der Vatikan und italienische Behörden unterstützten die Eltern. Die italienische Regierung setzte alle Hebel in Bewegung, um den Jungen ins vatikanische Kinderkrankenhaus Bambino Gesù zu bringen. Dies wurde von einem britischen Gericht allerdings untersagt.
In der Nacht zu Samstag starb Alfie Evans dann im Krankenhaus in Liverpool im Alter von 23 Monaten.