Alkohol: Die Geschichte des Rausches - DER SPIEGEL
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Alkohol Die Geschichte des Rausches

Erfanden die Urzeitbewohner den Ackerbau, um sich mit alkoholischen Getränken versorgen zu können? Ein US-Forscher glaubt: Die Neigung zum Trunk sicherte dem Menschen das Überleben.
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Antike Bierbrauer (Holzfiguren im Nationalen Archäologiemuseum in Athen): Die ersten Begegnungen mit Alkohol in Form von vergorenem Obst ereigneten sich wohl noch eher zufällig. Doch einmal vertraut mit dessen Wirkung, setzte der Mensch für die regelmäßige Dröhnung alle Hebel in Bewegung - behauptet zumindest der US-Archäologe Patrick McGovern.

Foto: THANASSIS STAVRAKIS/ ASSOCIATED PRESS
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Kellnerin auf dem Oktoberfest in München (im September 2009): Das Streben nach einer gesicherten Versorgung mit alkoholischen Getränken gehörte offenkundig sehr viel früher als lange angenommen zu den Grundbedürfnissen der menschlichen Gemeinschaft. Schon vor rund 9000 Jahren - also lange vor der Erfindung des Rades - rührten Bewohner eines Steinzeitdorfs im heutigen China bereits eine Art Met mit zehn Prozent Alkoholgehalt an, glaubt der Forscher.

Foto: PAWEL KOPCZYNSKI/ REUTERS
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Weinlese (in der Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim, September 2009): "Für unsere frühen Vorfahren war moderater Alkoholkonsum von Vorteil, und sie haben sich biologisch daran angepasst", spekuliert Forscher McGovern.

Foto: A3399 Arne Dedert/ dpa
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Weinberge in der Toskana: Der Sündenfall hat wohl nicht mit einem Apfel begonnen. Sehr viel wahrscheinlicher ließ eine Handvoll matschiger Feigen den Menschen vom rechten Weg abkommen.

Foto: GRETCHEN HEEFNER/ ASSOCIATED PRESS
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Sektflaschen (in einer Kellerei in Esslingen bei Stuttgart, Dezember 2007): "Energiereichen Zucker und Alkohol in sich hineinlaufen zu lassen war eine fabelhafte Lösung, um in einer feindlichen und rohstoffarmen Umgebung zu überleben", erklärt Patrick McGovern die von ihm postulierte Trunksucht unserer Vorfahren.

Foto: Thomas Kienzle/ AP
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Sake-Fest in Tokio (im Januar 2006): Nach Ansicht des Archäologen McGovern verbreitete sich schon in der Jungsteinzeit das Handwerk der Alkoholmischer an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt. Schamanen und Dorfalchimisten verquirlten demnach Obst, Kräuter, Gewürze und Getreide so lange in Kübeln, bis daraus ein süffiges Gebräu entstand.

Foto: KIMIMASA MAYAMA/ REUTERS
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Baden im Beaujolais (im japanischen Hakone, November 2007): Der Ackerbau und mithin die gesamte Neolithische Revolution, die vor rund 11.000 Jahren einsetzte, sei letztlich das Ergebnis des kaum hemmbaren Drangs nach Trunk und Rausch, sagt McGovern.

Foto: TOSHIFUMI KITAMURA/ AFP
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