Alkoholsucht: Drogen machen einsam - DER SPIEGEL
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Alkoholsucht Einsame Abhängigkeit

Der Einstieg in die Sucht findet fast immer in Gesellschaft statt. Alkohol wird in allen Kreisen akzeptiert wie keine zweite Droge. Erst in der Abhängigkeit sind Trinker dann allein.
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Alkohol ist die gesellschaftlich akzeptierte Droge schlechthin. Bei Festivals wie dem "Rock im Park" in Nürnberg gehören Bier und härtere Getränke selbstverständlich mit dazu. Diesen Konsum stellt kaum jemand in Frage. Das erste Mal trinken die meisten Menschen in Gesellschaft - bei Feiern, wenn zuhause sturmfrei ist und Freunde zu Besuch sind, auf der Klassenfahrt.

Foto: Daniel Karmann/ dpa
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Das Münchner Oktoberfest ist bei italienischen Gästen nicht umsonst als das "Festa della Birra" bekannt. Amerikaner sprechen vom "Beerfest", genervte Oberbayern ironisch auch von der "Intersuff". Suchtexperten haben mit dem fröhlichen Volksfest aber durchaus ein Problem, denn hier bekommen Kinder und Jugendliche demonstriert, wie ihre Eltern und andere Erwachsene mit Alkohol umgehen.

Foto: Frank Leonhardt/ dpa
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Alkohol ist ständig verfügbar: In jedem Supermarkt, nach Ladenschluss in Tankstellen. Nicht nur können Kinder und Jugendliche vielerorts mit geringem Aufwand Alkohol kaufen, auch Menschen mit einem Suchtproblem kommen so jederzeit an ihre Droge. Die Hürden sind nicht besonders hoch.

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In einigen Städten ist der Alkoholkonsum in S- und U-Bahnen mittlerweile verboten, etwa in München und Hamburg. Das soll das "subjektive Sicherheitsempfinden" der Fahrgäste verbessern. Wer alleine in der S-Bahn trinkt, der hat den Schritt vom gesellschaftlich akzeptierten Trinken hin zum Suchttrinken schon fast gemacht...

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Der Alkoholiker trinkt für sich alleine. Das hat mit dem in der Werbung versprochenen Genuss nichts mehr zu tun. Es geht darum, den Pegel zu erreichen oder zu halten. Fröhliche Geselligkeit ist für Alkoholiker kein Thema, jetzt geht es darum, ob der Süchtige es mit Hilfe von Therapeuten und sozialem Umfeld schaffen kann, auch ohne Alkohol zu leben.

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