Alltag in Palästina: Kalter Fisch gegen Fieber - DER SPIEGEL
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Alltag in Palästina Kalter Fisch gegen Fieber

Die Medizin entwickelte sich in der Antike zur Wissenschaft, praktizierte Operationen und Arzneikunde. Doch die Erfolgsquote war gering - Jesu Zeitgenossen setzten auf Wunderheilungen.
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Jesu Wunderheilung in der Kunst (um 1930): Das Neue Testament schildert etwa 30 Fälle, in denen Jesus Kranke auf wundersame Weise geheilt haben soll. Freilich dienten die spektakulären Rettungsgeschichten vor allem der religiösen Legitimation des Menschensohns. Sie hatten aber auch einen ganz realen Hintergrund: Die Zeitgenossen Jesu litten häufig an Krankheiten, die Sterblichkeit war hoch.

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Gerätschaften römischer Chirurgen (im British Museum, 1910): Regelmäßig litten die Patienten nach Operationen unter schwersten Komplikationen. Von Bakterien und anderen Krankheitserregern hatte noch niemand gehört. Und selbst wenn sich Ärzte möglicherweise um ein gewisses Maß an Sauberkeit bemühten - zum Beispiel durch das Auswaschen einer Wunde mit Essig - waren lebensbedrohliche Infektionen nach medizinischen Eingriffen oft nur eine Frage der Zeit.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Wunderheiler Jesus (künstlerische Darstellung, etwa 1865): Das frühe Christentum stand der medizinischen Heilkunst zunächst recht kritisch gegenüber, zu fremd schienen die heidnischen Ansätze der Medizin. Was blieb vom Wunderheiler Jesus Christus, wenn profund ausgebildete Ärzte in manchen Fällen Ähnliches erreichten? Doch überraschend schnell freundeten sich die Kirchenväter dann mit den Medizinern an.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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