Alpen Deutschlands letztes Gletscher-Eis
Alpenraum: Schon heute sind die bayerischen Gletscher drastisch geschrumpft, voraussichtlich in spätestens 20 Jahren sind sie weg. Kürzlich hatten Zürcher Forscher berechnet, dass die Gletscher in den Schweizer Alpen bis zum Jahr 2100 auf ein Fünftel ihrer Größe - oder weniger - schrumpfen werden
Vorbereitung: "Um der Erwärmung des Klimas zu begegnen", so verkündete Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (links), werde für den Alpenraum jetzt ein "Drehbuch" entwickelt, das die Veränderungen der nächsten Jahre beschreiben soll
Nördlicher Schneeferner: An heißen Tagen büßt der Gletscher ungeschützt bis zu zehn Zentimeter an Stärke ein. An einen Hitzetag wie im Juli entstehen so 35 Millionen Liter Schmelzwasser
Zugspitzmassiv: Die 3D-Aufnahme mit einer Spezialkamera zeigt den mit 2962 Metern höchsten deutschen Berg. Heute fällt noch ein Drittel des Niederschlags im Alpenraum als Schnee, Ende des Jahrhunderts wird es nur noch ein Sechstel sein. Das Eis auf bayerischen Bergen ist nach Ansicht des Münchner Umweltministeriums nicht mehr zu retten
Ausstellung: Unter dem Namen "Gletscher im Treibhaus" werden auf dem Gipfel der Zugspitze historische Fotografien ausgestellt, die den Rückgang der Gletscher dokumentieren. Veranstalter ist das bayerische Umweltministerium
Protest: Der nördliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt ist der einzige bedeutende Gletscher Deutschlands. Er ist ein beliebter Ort für Proteste und Veranstaltung zum Thema Klimawandel. Die Grünen, Reinhold Messner und die bayerische Staatsregierung luden schon auf die Zugspitze. Das Foto zeigt eine Aktion von Greenpeace. Im September 2005 füllten die Aktivisten Wasser des Gletschers ab - um auf dessen Schmelzen hinzuweisen