Alpengletscher Klimawandel am Werk
Planpincieux-Gletscher am Mont Blanc: An der italienischen Flanke des höchsten Berges von Europa droht ein großes Stück eines Gletschers abzubrechen. Es geht um 250.000 Kubikmeter Eis, die innerhalb von 80 Sekunden zu Tal rasen könnten. Gefahren für Einwohner und Touristen droht den Behörden vor Ort zufolge nicht, aber eine Straße könnte verschüttet werden. Diese wurde vorsorglich gesperrt.
Gletschergebiet am Mont Blanc: Der Klimawandel trägt zumindest eine Mitschuld an dem drohenden Absturz am Planpincieux, so Fachleute. Eisabbrüche habe es zwar früher auch schon gegeben. Große Mengen an Schmelzwasser zwischen Gletscher und dem unterliegenden Gestein seien aber mit Sicherheit nicht hilfreich.
Musiker am Pizolgletscher: Umweltaktivisten haben hier eine symbolische Beerdigungszeremonie gefeiert. Der Gletscher hat in den letzten 120 Jahren rund 400 Meter an Länge verloren. Forscher hatten ihn in den vergangenen Jahren regelmäßig vermessen. Nun streichen sie ihn aus der Liste.
Autobahn aus Eis: Der Große Aletschgletscher ist neben dem Matterhorn der wichtigste Tourismusmagnet im Oberwallis. Seit dem Jahr 2000 hat sich seine Zunge bereits um rund einen Kilometer zurückgezogen. In einem Szenario mit wenig CO2-Einsparung, bei dem sich die Temperaturen in der Schweiz um vier bis acht Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erhöhen würden, blieben bis zum jahr 2100 nur noch einige kleine Eisfelder übrig.
Schneeferner in Bayern: In 20 bis 30 Jahren dürften vier der fünf deutschen Gletscher komplett geschmolzen sein, vermuten Fachleute.
Wanderer am Morteratschgletscher: Forscher haben für den Einsatz hier ein Beschneiungssystem entwickelt. Dafür wird im Sommer das Schmelzwasser des Gletschers gesammelt und im Winter als Schnee wieder auf die Fläche gegeben. Die dafür nötigen Anlagen sind an Seilen angebracht und sollen ohne Strom auskommen.