Als deutscher Student in Kairo: Ankommen im Chaos - DER SPIEGEL
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Als deutscher Student in Kairo Ankommen im Chaos

Kein Handy, keine Wohnung, keine Freunde - und das im Moloch Kairo: Ein Jahr will Dominik Peters, 23, in der arabischen Metropole studieren, doch der Start verläuft holprig. Tapfer nimmt er den Kampf mit dem nachrevolutionären Chaos auf - und muss dabei ausgerechnet an Sigmar Gabriel denken.
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Start in Ägypten: Sechs Semester grammatikalische Trockenübungen und die Lektüre arabischer Dichter und Denker hat Dominik Peters, 23, hinter sich. Nun ist er im Millionenmoloch Kairo angekommen und sucht am Telefon eine Wohnung. Für den UniSPIEGEL berichtet er in loser Folge über sein Studentenleben. mehr...

Foto: Dominik Peters
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Junges Ägypten: Rund 16 Millionen Menschen sollen in Kairo leben, 40 Prozent der Bevölkerung im ganzen Land sind unter 15 Jahren. Einer davon steht mit seinem fahrbaren Ofen, in dem Rüben und Kartoffeln gegrillt werden, mitten in der Rush Hour im In-Viertel Mohandessin.

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Wo es riecht und manchmal stinkt: Die Sonne ist gerade untergegangen und der Tag hat seine Spuren hinterlassen. Der Smog verwandelt Kairos Innenstadt in einen braunen Moloch.

Foto: Dominik Peters
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Panorama-Blick: Das fantastische Farbenspiel zwischen Himmel und Nil begeistert Dominik jeden Abend. Solange er sich nicht umdreht und auf die abgebrannte, schwarz verkohlte Zentrale der Partei Husni Mubaraks blickt.

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Wohnungssuche unter erschwerten Bedingungen: Der Aufzug stammt vermutlich noch aus der Kolonialzeit, die Treppe würde den deutschen Tüv zur Verzweiflung bringen. Dominik wohnt in einem Hotel nahe des Tahrir-Platzes. Im siebten Stock, auf dem Dach, und wählt immer den Aufzug.

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Stadtleben: Nachdem der Muezzin das erste Mal am Tag zum Gebet gerufen hat, balancieren Männer bei Dominik vor der Haustür ihre ofenfrischen Fladenbrote zum Verkauf auf dem Markt.

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Hot in the City: In Deutschland regnet es schon wieder, Dominik kann davon nur träumen. Genau wie die Katze, die sich im Schatten des Obstwagens zur Mittagsruhe zurückgezogen hat.

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Bei dieser Luft braucht selbst der stärkste Esel einen Maulschutz: Ein Melonenverkäufer mit seinem Holzkarren in der Nähe einer U-Bahnstation. Die nutzt Dominik jeden Tag, Fahrtkosten: elf Cent.

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Kulinarische Erfahrungen: Kuschari ist ein Leibgericht der Ägypter - und es hat Dominik den Magen verdorben. Statt Linsen, Reis und Nudeln gemischt mit gerösteten Zwiebeln, Knoblauch und Tomatensauce bleibt er die nächsten Tagen lieber bei Bifi und Butterkeksen.

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Pulsierende Stadt: Tagsüber ist Kairo lebendig. Aber erst am Abend entfaltet die "Mutter aller Städte" ihre wahre Pracht und die Massen strömen auf die Straßen.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?