Als die Mauer fiel - DER SPIEGEL
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Als die Mauer fiel "WAHNSINN!"

Rainer Eppelmann, erst Dissident und dann Minister in der ersten frei gewählten DDR-Regierung, war am Grenzübergang Bornholmer Straße dabei, als friedliche Bürger die Grenzer zwangen, den Schlagbaum zu öffnen. Auf einestages erzählt er von dem Moment, der die Welt veränderte.
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Deutsch-deutsche Grenzöffnung: Jubelnde Berliner drängeln sich zwei Tage nach der Öffnnung der Grenze auf der Krone der Mauer.

Foto: DPA
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Rainer Eppelmann: Der Pfarrer und DDR-Dissident Rainer Eppelmann war im Herbst 1989 Mitbegründer der Oppositionspartei "Demokratischer Aufbruch". Anfang 1990 wurde er Minister ohne Geschäftsberich in der SED-geführten "Regierung der nationalen Verantwortung" unter Hans Modrow und nach der ersten freien Wahl vom 18. März 1990 Minister für Abrüstung in der Regierung von Ministerpräsident Lothar de Maizière (CDU). Die Öffnung der Mauer am 9. November erlebte Eppelmann direkt am Grenzübergang Bornholmer Straße.

Foto: ddp
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Trabis in der Bornholmer Straße: Jubelnde Berliner begrüßen die endlose Trabi-Kolonne am Grenzübergang Bornholmer Straße. Nach der Öffnung eines Teils der deutsch-deutschen Grenzübergänge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 fuhren Millionen DDR-Bürger für einen kurzen Besuch in den Westen, allein in Berlin über 300.000.

Foto: DPA
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Ankunft im Westen: Schüler aus dem West-Berliner Stadtteil Wedding bildeten am Tag nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze auf der Böse-Brücke am Grenzübergang Bornholmer Straße Spalier und bereiteten den Besuchern aus der DDR einen begeisterten Empfang.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1118-028

Foto: Das Bundesarchiv/Hanns-Peter Lochmann
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Gründungsparteitag "Demokratischer Aufbruch": Rund 300 Delegierte aus allen Bezirken der DDR gründeten am 16./17 Dezember 1989 im Kongresssaal des Leipziger Brühlzentrums offziell die Partei "Demokratischer Aufbruch". Als Oppositionspartei zur SED faktisch konstituiert hatte sie sich bereits im Oktober, noch vor dem Mauerfall; eine Initiativgruppe war bereits im Juli entstanden. Neben Friedrich Schorlemmer und dem später als Stasi-Spitzel enttarnten Rechtsanwalt Wolgang Schnur war Pfarrer Rainer Eppelmann eine der treibenden Kräfte.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1216-026

Foto: Das Bundesarchiv/Friedrich Gahlbeck
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Die Mauer muss weg: Bei einem Treffen in Strausberg bei Berlin verständigten sich der DDR- Abrüstungs- und Verteidigungsminister Rainer Eppelmann (l., DA) und der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Walter Momper (SPD) darauf, die Berliner Mauer bis zum Ende des Jahres 1991 vollständig abzureißen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0705-029

Foto: Das Bundesarchiv/Peer Grimm
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Als Minister an der Grenze: Bei einem Besuch im Grenzzollamt Bornholmer Straße lässt sich Rainer Eppelmann (mit Bart), Minister ohne Geschäftsbereich vom "Demokratischen Aufbruch" in der "Regierung der Nationalen Einheit" von SED-Ministerpräsident Hans Modrow, vom Leiter des Amtes, Reinhard Abendroth (r.), über Probleme informieren. (v.l.n.r.: Leiter der DDR-Zollverwaltung, Günther Arndt, Eppelmann, Zollhauptkommissar Dieter Jagdmann, amt. Leiter der Zolldirektion Berlin, Günter Kunzendorf).

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1990-0223-031

Foto: Das Bundesarchiv/Peter Zimmermann
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Erste Schritte in den Westen: Eine Ost-Berlinerin hat es geschafft, sie hat in der Nacht des 9. November die DDR-Grenzkontrolle an der Bornholmer Straße passiert. Überwältig von ihren Gefühlen stößt die Frau einen Freudenschrei aus.

Foto: SPIEGEL TV
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Öffnung der Grenze: Der entscheidende Moment - der Schlagbaum wird geöffnet, die Grenzer geben auf. Die Arme hinter dem Rücken verschränkt verlassen sie ihren Posten, ihre Arbeit hat ihren Sinn verloren. Die Kontrollen werden komplett eingestellt. Ohne Restriktionen können die Ost-Berliner in den Westen - und die West-Berliner in den Ostteil - der Stadt spazieren. Der einstige Todesstreifen zwischen Ost- und West-Berlin wird an der "Grenzübergangstelle" zum Boulevard der Freiheit.

Foto: SPIEGEL TV
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DDR-Beamte an der Bornholmer Straße: DDR-Beamte am Übergang Bornholmer Straße steigen aus ihrem Dienstwagen. "Die machen uns fertig", befürchteten die Grenzer, als Tausende Menschen auf sie zu stürmen. Zuvor hatte ZK-Sekretär Günter Schabowski in einer Pressekonferenz Reisefreiheit für die DDR-Bürger verkündet. Er sagte "ab sofort". Und genau so verstehen es die Ost-Berliner - sie wollen jetzt "sofort" in den Westen. Die DDR-Grenzer, die nicht über den Beschluss des Zentralkomitees informiert wurden, versuchen verzweifelt, Anweisungen zu bekommen, wie sie sich verhalten sollten.

Foto: SPIEGEL TV
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Maueröffnung am Brandenburger Tor: Diese Bilder gingen am 9. November 1989 um die Welt. Die Grenzen sind gefallen, die Schlagbäume geöffnet und Berliner aus Ost und West haben die Mauer erobert. Insgesamt 308.100 Ausreisen registrierten die DDR-Grenzer an den Grenzübergangsstellen zwischen Ost- und West-Berlin, 239.800 davon kamen noch in dieser Nacht zurück in die DDR.

Foto: DPA
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DDR-Grenzposten auf der Mauer: Während DDR-Grenzposten noch auf der Mauer Spalier stehen, machen sich Tausende DDR-Bürger am zweiten Tag nach dem Fall der Mauer zu einem Besuch in den Westen auf.

Foto: DPA
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Bresche im Betonwall: Es gibt kein Halten mehr, die Mauer fällt. DDR-Grenzbeamte stehen am 11. November 1989 auf der Ostseite der Mauer, während Demonstranten auf der anderen Seite ein ganzes Segment des Betonwalls heraushebeln.

Foto: AP
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