"Alternative Rechte" in USA: Alt Right - DER SPIEGEL
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"Alternative Rechte" in USA Nationalisten, Antisemiten, Rassisten

Mit Steve Bannon ist ein Vertreter der "Alt Right" im Weißen Haus angekommen. Zu der Bewegung zählen sich Rechtsextremisten, Neonazis und ehemalige KKK-Führer. Und sie hat enge Kontakte nach Europa.
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Seit dem Wahlsieg Trumps gilt die "Alt Right" als wichtige Kraft in Amerika. Einer ihrer Anführer ist Richard Spencer. Bei einem Treffen seiner Bewegung würdigte er Juden herab, beschimpfte Medien als "Lügenpresse" und schloss mit den Worten: "Heil Trump!"

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Die "Alt Right" berauscht sich an ihrem Erfolg, sie will Einfluss auf die künftige Politik der USA nehmen. Die Gegendemonstranten sammeln sich aber ebenfalls. In Los Angeles protestierten Menschen am 15. November gegen den neuen "weißen Nationalismus".

Foto: David Mcnew / AFP
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Trump sei ein Rassist, Fanatiker und Betrüger, meinen die Demonstranten in Los Angeles. Der gewählte Präsident polarisiert das ohnehin gespaltene Land nach seiner Wahl weiter.

Foto: David Mcnew / AFP
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Zur zentralen Plattform für rechte Publizistik wurde die Website "Breitbart News" von Steve Bannon (r.). Dieser hatte maßgeblichen Anteil am Sieg von Trump bei der US-Präsidentschaftswahl.

Foto: Evan Vucci / AP
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Bannons Internetportal "Breitbart" gilt als eine der wichtigsten Informationsquellen für Trumps Wähler - die großen Medienportale hatten überwiegend Hillary Clinton unterstützt. Die Seite verbreitet vor allem eines: Hass. In den Foren unter den Artikeln werden übelste Kommentare zugelassen.

Foto: Breitbart.com
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Bannons (hier im Hintergrund) Arbeit für die Trump-Kampagne hat sich gelohnt: Er wird Chefstratege des nächsten US-Präsidenten.

Foto: Mike Segar / REUTERS
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Bannons Berufung stößt in den USA auf viel Kritik: Viele fürchten, dass er seinen Einfluss auf Trump nutzen wird, um rechte Ideologien zu propagieren. Noch ist unklar, wie eng die Verbindungen zwischen Bannon und der "Alt Right" unter Spencer wirklich sind.

Foto: David Mcnew / AFP
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"Verbannt Bannon!" fordern einige Demonstranten. Sie fürchten einen starken Rechtsruck unter der neuen Regierung.

Foto: David Mcnew / AFP
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Sein "Mantra" verriet Steve Bannon 2015 dem Journalisten Joshua Green: "Facts get shares, opinions get shrugs", Fakten werden weiterverbreitet, Meinungsstücke ernten dagegen nur ein Schulterzucken. Je neutraler "Breitbart" in der Wortwahl seiner redaktionellen Beiträge also erscheint, desto effektiver ihre Wirkung.

Foto: © Carlo Allegri / Reuters
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Mit seiner Zielgruppe scheint den Macher zunächst nicht viel zu verbinden, "als Harvard-Absolvent und einstiger Investmentbanker bei Goldman Sachs ähnelt Bannon den Vertretern des Establishments, die das 'Breitbart'-Publikum so hasst", schreibt Autor Ken Stern. Was Bannon und die "Breitbart"-Konsumenten allerdings eine, sei die "Neigung zu Kontroverse und Konfrontation".

Foto: Joe Raedle / Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?