Alternativer Nobelpreis 2013 - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Alternativer Nobelpreis "Wir haben kein Recht aufzugeben"

Sie kämpfen gegen sexuelle Gewalt, für Menschenrechte, gegen Chemiewaffen und für eine nachhaltige Landwirtschaft: Die Träger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises. Der Preis wird seit Jahrzehnten verliehen. Unter den bisher Geehrten finden sich Politiker, Baumliebhaber - und eine weltbekannte Kinderbuchautorin.
1 / 13

Paul Walker: Der US-Amerikaner kämpft seit Jahrzehnten für die Abschaffung von Chemiewaffen. Mit seiner Arbeit trug er dazu bei, dass mehr als 55.000 Tonnen chemischer Waffen vernichtet wurden. Der 67-jährige Politikwissenschaftler hat Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Expertenkommissionen und Bürgerbewegungen dazu gebracht, sich für eine vollständige Umsetzung der Chemiewaffenkonvention und eine Welt frei von chemischen Waffen einzusetzen.

Foto: OPCW
2 / 13

Raji Sourani: Der Anwalt ist der erste Palästinenser, der die Auszeichnung erhält. Er setzt sich seit mehr als 35 Jahren für die Menschenrechte in Palästina und der arabischen Welt ein. Als prominentester Menschenrechtsanwalt im Gaza-Streifen hat Sourani das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte gegründet, um Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten zu untersuchen und zu dokumentieren.

Foto: Tom Knutson
3 / 13

Denis Mukwege: Der Gynäkologe arbeitet in der vom Krieg erschütterten Region Kivu in der Demokratischen Republik Kongo. Dort setzen alle Kriegsparteien Vergewaltigung als Waffe ein. Als leitender Chirurg des Panzi Krankenhauses haben er und seine Kollegen etwa 40.000 Vergewaltigungsopfer betreut und dabei große Erfahrung bei der Behandlung schwerwiegender gynäkologischer Verletzungen gesammelt

Foto: Stina Berge
4 / 13

Hans Herren: Der Schweizer Agrarwissenschaftler und Entomologe Hans Herren ist einer der weltweit führenden Experten auf den Gebieten der biologischen Schädlingsbekämpfung und des nachhaltigen Landbaus. Als ein damals neuer Schädling in den siebziger Jahren die Maniokwurzel in Afrika gefährdete, entwarf er ein erfolgreiches biologisches Bekämpfungsprogramm und setzte es um. Hilfsorganisationen schätzen, dass er damit 20 Millionen Menschen das Leben rettete

Foto: Peter Lüthi
5 / 13

Schwedischer Reichstag in Stockholm: Hier wird der Alternative Nobelpreis verliehen, den es seit 1980 gibt. Er gilt auch als Kritik an den traditionellen Nobelpreisen, deren Preisträger im Oktober in Stockholm und Oslo bekanntgegeben werden.

6 / 13

Hayrettin Karaca: Er erhielt 2012 den Ehrenpreis für sein Engagement für den Umweltschutz. Der Türke hatte 1992 die Stiftung Tema für Naturschutz gegründet. Der Unternehmer sei "lebenslang für die Bewahrung der Natur eingetreten", hieß es in der Begründung.

Foto: Elif Sezginer
7 / 13

Sima Samar: Auch die afghanische Ärztin erhielt die Auszeichnung 2012. Sie hat in ihrer Heimat und in Pakistan Krankenhäuser gegründet und sich auch unter dem Regime der Taliban für die Rechte von Frauen und Kindern stark gemacht.

Foto:

AFP/ Shuhada Organisation

8 / 13

Gene Sharp forscht im Feld des gewaltfreien Widerstandes: Dafür erhielt er 2012 die Auszeichnung. In der Begründung hieß es, seine Studien zum gewaltfreien Widerstand seien im Dschungel von Burma genauso angewandt worden wie auf dem Kairoer Tahrir-Platz.

9 / 13

Hermann Scheer: Der SPD-Politiker wurde 1999 für seinen Einsatz für die Erneuerbaren Energie ausgezeichnet. Scheer, 2010 verstorben, hatte sich besonders für die weltweite Förderung der Solarenergie engagiert.

Foto: Uwe Anspach/ dpa
10 / 13

Bianca Jagger: Die Ex-Frau von Rolling-Stones-Frontmann Jagger kämpft seit vielen Jahren mit ihrem prominenten Namen für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz. In Ländern wie Pakistan, Bosnien oder Afghanistan hat sie sich zudem für die Menschenrechte der Zivilbevölkerung eingesetzt.

Foto: Cate Gillon/ Getty Images
11 / 13

Michael Succow, ehemaliger Leiter des Botanischen Institutes der Universität Greifswald: Der Biologe, Moor-Kundler und Agrarwissenschaftler hat sich vor allem mit dem Kampf für die Einrichtung von großen Naturschutzgebieten in Ostdeutschland einen Namen gemacht. Den Preis erhielt er schon 1997.

Foto: Stefan Sauer/ picture alliance / dpa
12 / 13

Astrid Lindgren: Sie kennt wohl buchstäblich jedes Kind. 1994 nahm die schwedische Kinderbuchautorin ihren Alternativen Nobelpreis entgegen. Zur Begründung wurde ihre "Hingabe für Gerechtigkeit, Frieden und den Schutz von Minderheiten" genannt.

Foto: AP/ Pressens Bild
13 / 13

Petra Kelly: Die Grünen-Politiker erhielt 1982 den Preis als eine der ersten Frauen überhaupt. Die Mitbegünderin der Grünen habe "eine neue Vision geschaffen, die ökologisches Bewusstsein mit sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten und Friedensbewegung verbindet", so die Begründung.

Foto: HELMUT FRICKE/ ASSOCIATED PRESS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?