Amazonas-Expedition 1925 Lost im Regenwald
Percy Fawcett: Der Abenteurer und Ethnologe war zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer wieder zu Forschungsreisen in Südamerika unterwegs. 1925 brach er zu seiner letzten Expedition auf, um im Amazonasgebiet die geheimnisvolle Stadt Z zu finden. Der Forscher kehrte von dieser Reise nie zurück.
Ein Skelett aus dem Dschungel: Nach Percy Fawcetts Verschwinden gab es immer wieder Gerüchte, über das Schicksal des Forschers. Immer wieder wollten verschiedene Leute Fawcett im Dschungel getroffen - oder zumindest Hinweise auf seinen Verbleib. Dann wurde 1951 im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso ein Skelett gefunden. Der Indioaktivist Orlando Villas Bôas ließ die Knochen analysieren. Dem zufolge konnten sie zweifelsfrei Fawcett zugeordnet werden.
Rätselhafte Knochen: Nachdem 1951 dieses Skelett in Brasilien aufgetaucht war, zweifelte Percy Fawcetts Sohn Brian an, dass es sich um die Überreste seines Vaters handeln könne. Tatsächlich konnte der Fund die verschiedenen Mythen, die sich bis heute um das Verschwinden der Expedition ranken, kein Ende setzen. Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass der Forscher und seine Begleiter einer der damals im Dschungel wütenden Krankheiten, wilden Tieren oder sich angegriffen fühlenden Einheimischen zum Opfer gefallen war.
Dschungeldickicht: Die Zuckerhut-Inselberge im brasilianischen Tumucumaque-Nationalpark heute. Aus der Luft sieht der Urwald hier noch so unberührt aus wie vor 80 Jahren, als Percy Fawcett aufbrach, um die geheimnisvolle Stadt Z zu finden.
Hakenkreuz über dem Amazonas: Immer wieder brachen Europäer zu Expeditionen in das Amazonas-Gebiet auf. So hatten deutsche Forscher 1935 den Plan, im Dschungel Brasiliens ein "Deutsch-Guayana" zu erobern und machten sich unter der Leitung des Berliner Abenteurers, Tierfängers und Zoologen Otto Schulz-Kampfhenkel mit Dutzenden Hilfsarbeitern und Indianern auf in die abgelegene Gegend an der Grenze zu Französisch-Guayana.
"Rätsel in der Urwaldhölle": Nach seiner Rückkehr widmete sich Otto Schulz-Kampfhenkelder medialen Verwertung seiner Abenteuer. Sein Expeditionsbericht "Rätsel der Urwaldhölle" erschien 1938 als Buch, die Ufa lancierte seinen gleichnamigen 90-minütigen "Großfilm deutscher Forschung", der wochenlang in Kinos von Flensburg bis München lief. Der "Illustrierte Filmkurier" widmete dem Streifen 1938 sogar eine Titelgeschichte. Im Dschungel von Brasilien sind bis heute Spuren der NS-Forscher zu finden.
Mensch gegen Natur: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Dschungel für die allermeisten Europäer noch Inbegriff der wilden, geheimnisvollen Natur. Sie stellten sich nicht nur sagenumwobene Städte dort vor, sondern auch riesige, gefährliche Tiere und Fabelwesen. So mussten die Protagonisten in dem Film "King Kong" von 1933 im Urwald von Skull Island nicht nur gegen den Riesenaffen antreten, sondern sich auch gegen Saurier und überdimensionale Echsen zur Wehr setzten.