Amnesty-Bericht 2017 Hasserfüllt
Was der Hass anrichten kann: Hunderttausende Rohingya in Myanmar flüchteten in den vergangenen Monaten ins Nachbarland Bangladesch. Weltweit nehme die Diskriminierung von Minderheiten wie ihnen zu, heißt es im Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
Die Ursache dafür sei Hass-Propaganda, die von führenden Staats- und Regierungschefs verbreitet werde - wie dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
Auch der russische Präsident Wladimir Putin wird in dem Bericht namentlich aufgeführt. Prominente Führungsfiguren wie er hätten eine albtraumhafte Vision einer von Hass und Angst verblendeten Gesellschaft propagiert, heißt es dort.
Auch in China sei unter Staatschef Xi Jinping die gezielte Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen und Minderheiten inzwischen Alltag.
Ein besonders extremes Beispiel ist der philippinische Präsident Rodrigo Duterte. Seine Regierung ist nicht nur verantwortlich für den Drogenkampf, der schon mehr als 7500 Tote forderte. Duterte geht auch gegen Menschenrechtler vor - und drohte ihnen schon mehrfach.
Die Toten im Anti-Drogenkampf werden von der Polizei oder Auftragsmördern hingerichtet, ohne Prozess oder der Möglichkeit zur Verteidigung. Unter den Opfern war im vergangenen Jahr auch der 17-Jährige Kian. Er hatte keine Waffe und wurde von hinten erschossen.
In der Türkei sind immer noch 100 Journalisten in Haft - wenngleich der Deutschtürke Deniz Yücel nach mehr als einem Jahr endlich auf freien Fuß gesetzt wurde.