Amnesty-Kritik Militär missachtet Menschenrechte
Tränengas am Tahrir-Platz: Junge Demonstranten zeigen Tränengas-Kartuschen, die auf sie gefeuert wurden. Die Menschenrechtsrechts-Organisation Amnesty International wirft dem Militärrat vor, gewaltsam gegen Demonstrationen vorzugehen.
Amnesty schreibt, die Menschenrechtssituation sei nicht besser als unter dem autoritären Präsidenten Husni Mubarak.
Tote bei Ausschreitungen zwischen christlichen Kopten und Sicherheitskräften im Oktober: Die Situationen der Minderheiten habe sich verschlechtert, schreiben die Menschenrechtsaktivisten.
Demonstrantin am Montag in Kairo: Auch die Situation der Frauen in Ägypten sei völlig unbefriedigend, schreibt Amnesty. Im März waren festgenommene Frauen sogenannten Jungfrauentests unterzogen worden.
Frauen protestieren am Wochenende auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Vom Verbündeten zum Gegner: Der Militärrat unter der Führung von General Mohammed Hussein Tantawi ist Zielscheibe der Kritik. Seit Tagen kommt es zu Krawallen auf dem Tahrir-Platz in Kairo.
Ein Demonstrant wirft eine Tränengaskartusche zurück: Die Opposition verdächtigt den Militärrat, die Gewalteskalation zu provozieren.
Wie Augenzeugen berichteten, versuchten Gegner des regierenden Militärrats, in Kairo zum Sitz des Innenministeriums zu kommen. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte Tränengas eingesetzt. Demonstranten reagierten mit Steinwürfen.
"Der Militärrat setzt die Politik von Mubarak fort, nichts hat sich nach der Revolution verändert", sagte ein Demonstrant.