Amphibienfahrzeuge - DER SPIEGEL
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Schwimmwagen Ab ins Wasser

Spritztour mit der Schwimmzigarre: Kaum erfunden, landete das Auto vor gut hundert Jahren gleich im kalten Wasser. Lange galten Schwimmwagen, mit denen Tüftler den Ärmelkanal durchquerten oder die Themse hinabtuckerten, als Spinnerei - dann brachten die Nazis sie groß raus.
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Ausflug: Vom deutschen Amphibienfahrzeug Amphicar wurden insgesamt 3878 Stück zwischen 1961 und 1968 gefertigt. Viele davon haben überlebt, vor allem in den USA, wo die skurrilen Fahrzeuge eine große Fangemeinde haben.

Foto: Slim Aarons/ Getty Images
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Das populärste: Das Amphicar kann mit seinem 36 PS-Motor bei einem Verbrauch von etwa 12 Litern auf 100 km mehrere Stunden im Wasser verbringen.

Foto: AP
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Vollgas durchs Wasser: Das Gibbs Aquada, das schnellste Amphibienfahrzeug der Welt, bei einer Präsentation im September 2003 in London.

Foto: REUTERS
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Mit dem Panzer Richtung Wasser: Ein US-Pionier entschärft während des Zweiten Weltkriegs am Strand einen deutschen ferngesteuerten Ladungsträger vom Typ"Goliath". Sein Kamerad wartet im Amphibienfahrzeug.

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Ins Wasser: SA-Sturmhauptführer Hanns Trippel demonstriert am Strand von Rom (Lido di Ostia) die Seetüchtigkeit des von ihm konstruierten Schwimmwagens.

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Der Alleskönner: SA-Sturmhauptführer Hanns Trippel führt auf der spanischen Treppe in Rom die Geländegängigkeit des von ihm konstruierten Schwimmwagens vor.

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Mehr Boot als Auto: Bereits kurz nach der Erfindung des Automobils bastelten Tüftler an Amphibienfahrzeugen, wie dieses Exemplar von 1914 beweist.

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Motorisiertes Floß: Dieses Fahrzeug von 1931 kann kaum als vollwertiges Amphibienfahrzeug bezeichnet werden - provisorische Schwimmer machen es seetüchtig.

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Gruß an die Fans: Roger St. John winkt aus seinem 63er Amphicar begeisterten Passanten am Ufer zu.

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Ein Amphicar auf der Seine: Amphibienfahrzeuge gibt es viele - nur das Amphicar des gleichnamigen Herstellers wurde in Serie für den zivilen Gebrauch gefertigt. Angetrieben von einem Vierzylindermotor aus dem Triumph Herald, erreichte es Geschwindigkeiten von gut 120 Km/h zu Land und 12 Km/h auf dem Wasser.

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Alles Dicht: Dicke Dichtgummis in den Türen verhindern, dass Wasser in den Innenraum des Amphicars eindringt. Während des Wasserbetriebs fungieren die Vorderräder als Ruder.

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Weit gereist: Die in Deutschland hergestellten Amphicars des gleichnamigen Herstellers erfreuen sich besonders in den USA heute großer Beliebtheit, wie dieses Oldtimertreffen in Palm Springs, Kalifornien, im Jahre 2008 beweist.

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Mit dem Amphicar unterwegs: In einem Amphicar trotzen diese Touristen den Wellen auf der Mosel.

Foto: dpa
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Letzte Rettung Amphicar: Rettungsmannschaften und Soldaten evakuieren am 8.7.1997 mit einem Amphibienfahrzeug Bewohner eines vom Hochwasser überschwemmten Hauses in Prerov, Tschechien.

Foto: dpa
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Amphibienfahrzeug aus Fernost: Das Schwimmauto des chinesischen Herstellers BAW (Beijing Automobile Works) bei der Shanghai Autoshow 2007.

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Im Amphibienfahrzeug durch London: Ein umgebautes und restauriertes Amphibienfahrzeug, das bereits bei der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 im Einsatz war, dient heute in London als Touristenattraktion.

Foto: dpa
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Letztes Schwimmauto der hessischen Polizei: Diese Aufnahme von 1993 zeigt das letzte Amphibienfahrzeug der hessischen Polizei beim Einsatz am Edersee nahe dem nordhessischen Waldeck. Nach Aussage eines Polizeisprechers hatte die Polizei das Fahrzeug ausgemustert, weil die Reparaturen an dem Kleinserienfahrzeug zu teuer geworden seien.

Foto: Uwe_Zucchi/ dpa
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Katastrophenhilfe:Oft kommen Amphibienfahrzeuge bei Katastrophen, wie hier dem Hochwasser in Dresden 2002, zum Einsatz.

Foto: dpa
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Rekord zu Wasser: Virgin-Chef und Lebemann Richard Branson mit seinem Gibbs Aquada Amphicar während eines Rekordversuchs im Juni 2004. Branson war erfolgreich und setzte einen neuen Rekord für die schnellste Überquerung des Ärmelkanals in einem Amphibienfahrzeug.

Foto: Getty Images
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Angeln im Auto: Mit dem Amphicar kein Problem - wie dieser Lachs an der Rute des Amerikaners Duncan McGregor beweist.

Foto: Getty Images
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Festgemacht: Der britische Künstler John Worsley bei einem Ausflug mit dem Amphicar auf der Themse 1966.

Foto: Getty Images
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Bastelbude: Neben der Großserienproduktion des Amphicars und der Fertigung von Amphibienfahrzeugen für den Militäreinsatz entstanden die Zwitter vor allem in Kleinserien - wie dieses aus Fieberglas gefertigte Exemplar aus Kanada.

Foto: Getty Images
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Ben Carlin: Mit dieser eigentümlichen Konstruktion startete der Australier Ben Carlin 1950 zur Erdumrundung. Acht Jahre später hatte er mit seinem Amphibienfahrzeug tatsächlich die Welt umrundet - zu Lande und zu Wasser.

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Berühmtes Amphicar: Buchcover des Erfahrungsberichtes von Ben Carlin, der mit seinem Amphibienfahrzeug "Half Safe" den Atlantik überquert und die Welt umrundet hatte.

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Flotter Zwitter: Während viele Amphibienfahrzeuge immer noch wie Autos aussahen, machte dieser Entwurf aus seinen Absichten keinen Hehl. Zwischen den hochklappbaren Rädern saß ein schnittiger Bootsrumpf.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Heckflossen auf dem Wasser: Dieses stark an das amerikanische Automobildesign der fünfziger Jahre angelehnte Amphibienfahrzeug ging leider nie in Serie.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Wohnwagen auf dem Wasser: Auch dieser luxuriös ausgestattete Entwurf des Industriedesigners Robert Zeidmann schaffte es nicht bis zur Produktionreife.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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Der Gigant: Mit haushohen Reifen und dem Fassungsvermögen eines kleinen Frachtschiffes sollte dieser Entwurf alle Transportprobleme der Zukunft lösen - ging aber nie in Produktion.

Foto: www.blog.modernmechanix.com
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"Happy Hippo": Das zur Stadtrundfahrt eingesetzte Amphibienfahrzeug wird "Happy Hippo" genannt und von Toronto Hippo Tours betrieben.

Foto: Thorsten Gutmann/E. Gutmann
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Schäfer-Orion Schwimmwohnwagen mit Amphi-Car: Ausschnitt aus dem Werbeprospekt der Fa. Schäfer aus Detmold, die mit ihrem schwimmfähigen Wohnwagen damals Werbung für Polyester-Caravans machte. Der Orion war damals ein echter Kindertraum, auch wenn grössere Insassen am gebückten Gang durch die runden Seiten der "Suleika F430" auf jedem Campingplatz erkannt wurden.

Aber den Traum, einmal nachts auf dem See zu dümpeln anstatt dem schnarchenden Zeltnachbarn zu lauschen, konnten die Orion-Wohnwagen wahrmachen - ein echter Techno-Hit der Sechziger. So schön war Campen nie wieder...

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