Analphabetismus-Drama "Dyslexie" auf ARD-alpha - DER SPIEGEL
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Analphabetismus-Drama auf ARD-alpha Ich ruf lieber an

14 Millionen Deutsche können nicht richtig lesen und schreiben. Im TV-Drama "Dyslexie" des Bildungskanals ARD-alpha kämpft einer von ihnen um das Sorgerecht für seine Tochter. Zum Glück lässt der Film den Bildungsauftrag nur selten raushängen.
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Subtiler Bildungsauftrag: Großstadtsingle Philipp (Christoph Bach) ist funktionaler Analphabet, kann nicht lesen und schreiben. Bisher lief das Leben des Barkeepers auch ohne Schriftsprache ganz gut. Doch dann taucht plötzlich seine Tochter Lilly (Leyla-Meryem Parmakli) bei ihm auf, zu der er lange keinen Kontakt hatte. Mit dem TV-Drama "Dyslexie - der Kampf mit den Buchstaben" will der Bildungssender ARD-alpha auf die weite Verbreitung von Analphabetismus, Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche aufmerksam machen. Zum Glück lässt der Film seinen Bildungsauftrag kaum raushängen.

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Ausgedachter Glückskeks: Mit Charme und vielen Ausreden meistert Philipp seinen Alltag. Niemand soll von seinem Problem wissen. Auch nicht seine neue Bekanntschaft Heike (Alessija Lause).

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Ein wenig Trauerarbeit: Philipp hatte ihre Mama verlassen, als Lilly noch gar nicht geboren war. Jetzt ist die Mutter bei einem Unfall gestorben. Und die Kleine will bei ihm leben.

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Wolken gucken: Nachdem Philipp sich erst dagegen wehrt, seine Tochter in sein Leben zu lassen, kommen sie sich mit der Zeit immer näher.

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Kann ein funktionaler Analphabet ein Kind großziehen? Gegen alle Widerstände - auch in seinem Inneren - beschließt Philipp, Lilly zu sich zu nehmen.

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Kampf vorm Familiengericht: Doch so einfach ist das nicht. Lillys Großeltern aus Bielefeld (Hans-Heinrich Hardt, 4.v.l., Manon Straché, 3.v.r.) haben ebenfalls das Sorgerecht beantragt.

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Resolut rauchende Richterin: Die Familienrichterin Elvira Donner macht Philipp klare Ansagen. Wenn er nicht endlich lesen und schreiben lerne, sehe es schlecht aus mit Sorgerecht. Darstellerin Heike Hanold-Lynch ist ein Lichtblick angesichts der ansonsten eher blass bis klischeehaft angelegten Nebenfiguren.

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"Du sollst es lesen, wie Mama es gelesen hat": Beim Vorlesen kriegt jetzt auch Tochter Lilly mit, dass ihr Vater nicht lesen kann. Ein schmerzhafter Moment für Philipp.

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Geht doch: Im zweiten Anlauf schafft es Philipp, im VHS-Kurs ein Wort an die Tafel zu schreiben. Zuvor war er daran gescheitert und vor Scham aus der Klasse gelaufen.

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Bildungsauftragsgerecht: Der Kurs an der Volkshochschule ist natürlich bunt besetzt, von der Oma bis zum kriminellen Jugendlichen. Schließlich ist Dyslexie in allen Schichten und Altersgruppen verbreitet.

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Brenzlige Situation: Als Lilly dringend Medizin braucht, kann Philipp die Packungsbeilage nicht lesen.

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Konkrete Wissensvermittlung: In der anschließenden Doku "Dyslexie - vom Kampf mit den Buchstaben" wird das Thema anhand von drei Beispielen vertieft. Etwa 14 Millionen Deutsche haben Schwierigkeinet mit dem Lesen und Schreiben. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich.

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Peer ist gut in der Schule, nur bei Diktaten versagt er. Die Diagnostik zeigt: Er hat eine Lese-Rechtschreibschwäche.

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Lernen im Schutzraum: Speziell zugeschnittene Bildungsangebote können helfen, die Lese- und Schreibkompetenzen zu verbessern.

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Schikane in der Schulzeit: Legastheniker Martin (r.) hat harte Zeiten durchgemacht, mit verständnislosen Lehrern und hänselnden Mitschülern,...

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...dennoch hat er es geschafft, ein Medizinstudium zu absolvieren und arbeitet heute als Arzt.

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