Andrea Petkovic: "Petkos" Karriere - DER SPIEGEL
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Andrea Petkovic "Petkos" Karriere

Seit zehn Jahren spielt Andrea Petkovic auf der Profitour und für das deutsche Fed-Cup-Team. Derzeit arbeitet sie an einer Rückkehr in die Top 50 der Weltrangliste.
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Andrea Petkovic (l.) und Barbara Rittner, die Fed-Cup-Chefin. Seit rund zehn Jahren gehörte Petkovic zum festen Kern des Teams, am Wochenende gegen die Ukraine spielte die 29-Jährige aber nicht mit. Dass ihre Leistungen derzeit nicht gut genug sind, darin sind sich die Spielerin und Rittner einig.

Foto: Thomas Eisenhuth/ Bongarts/Getty Images
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In Bosnien als Kind serbischer Eltern geboren, wanderte die Familie Petkovic schon wenige Monate nach Andreas Geburt nach Deutschland aus. 2006 wurde sie (2.v.r.) Tennisprofi, ein Jahr später spielte Petkovic erstmals im Fed Cup. Hier posiert sie 2007 zusammen mit Anna-Lena Grönefeld, Tatjana Malek und Angelique Kerber.

Foto: Itsuo Inouye/ AP
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Nach einem Kreuzbandriss im Januar 2008 begann der Aufstieg von Petkovic ein Jahr später. 2009 gewann die Rechtshänderin in Bad Gastein ihr erstes WTA-Turnier.

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Und es ging weiter aufwärts. 2011 war ihre bislang beste Saison. Bei den Australian Open, den French Open und bei den US Open erreichte Petkovic jeweils das Viertelfinale.

Foto: Franck Robichon/ dpa
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Bekannt wurde Petkovic auch wegen ihrer lockeren Art. Nach Siegen feierte sie stets mit einer Art Ententanz, den sie "PetkoDance" nannte. Nachdem ihr vorgeworfen wurde, sie würde ihre Gegnerinnen so verhöhnen, hörte sie damit auf.

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In Straßburg folgte im Mai 2011 der zweite Turniersieg.

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Und Ende des Jahres fuhr sie als Nummer neun der Welt zwar zum WTA-Finale in Istanbul mit, allerdings nur als Ersatzspielerin - sie blieb ohne Einsatz.

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Der Höhenflug endete jedoch im Januar 2012. Sie erlitt zunächst eine Rückenverletzung, bei ihrem Comeback in Stuttgart zog sie sich dann einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zu (Bild).

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Nach ihrer erneuten Rückkehr folgte im Dezember 2012 der nächste Rückschlag. Beim Hopman Cup erlitt Petkovic einen Meniskus-Einriss. Erneut musste sie mehrere Monate pausieren. Diese drei schweren Verletzungen kurz nacheinander hätten ihren Körper dauerhaft aus der Balance gebracht, sagt Petkovic. Seitdem muss sie viel Zeit investieren, um sich vor Spielen richtig aufzuwärmen.

Foto: TONY ASHBY/ AFP
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Petkovic stellte damals ihr Training um, setzte weniger auf Kraft, dafür umso mehr auf Technik. Mit der vorherigen Belastung war ihr Körper nicht mehr fertig geworden. Der Plan hatte Erfolg. Langsam kämpfte sich Petkovic, die in der Weltrangliste aus den Top 100 gefallen war, wieder hoch.

Foto: Franck Robichon/ dpa
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Nach einem mäßigen Saisonstart 2014 trennte sich Petkovic im März des Jahres von ihrem Trainer und gewann kurz darauf das Turnier in Charleston, im Juli triumphierte sie in Bad Gastein. Bei den French Open schaffte sie es im gleichen Jahr bis ins Halbfinale - bis heute ihr bestes Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier. Am Ende des Jahres belegte Petkovic wieder Weltranglistenplatz 14.

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Danach rutschte Petkovic in der Weltrangliste allerdings wieder ab, bis auf aktuell Platz 78.

Foto: Clive Brunskill / AFP
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Im Fed Cup war sie dennoch gesetzt, Chefin Barbara Rittner (l.) setzte auf Petkovics Teamgeist und Führungsqualitäten. Zum Duell mit den USA auf Hawaii, das vor allem aufgrund einer Hymnen-Panne in Erinnerung geblieben ist, reiste Petkovic an, obwohl sie lieber ihre Weltranglistenpunkte auf der Tour verteidigt hätte.

Foto: Wolfgang Müller / dpa
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Petkovic verlor ihre beiden Einzel - und Rittner äußerte sich anschließend in einem Zeitungsinterview kritisch über die Spielerin, sie sei mit ihrem "Latein am Ende".

Foto: Matthew Thayer / dpa
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Im Herbst wird Petkovic 30 Jahre alt, langfristig will sie nicht mehr planen, der nächste Schritt mit ihrem neuen Trainerteam lautet: zurück in die Top 50.

Foto: Julian Finney/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?