Anfänge der Berliner Mauer - DER SPIEGEL
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Mauerbau Provisorien im Grenzgebiet

Sie konnten einander sehen, hören - und bewerfen: Dort, wo sich DDR-Grenzer und West-Berliner ab August 1961 gegenüberstanden, markierte zunächst nur ein Drahtverhau den Verlauf der späteren Mauer. Lange geheim gehaltene Aufnahmen aus dem Grenztruppenarchiv dokumentieren das provisorische Flickwerk.
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Grenzgebäude: Ein Postenhaus im Berliner Grenzgebiet, ohne Dach und mit Behelfsleiter, circa 1962.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 099
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Hochsitz: In den ersten Jahren nach dem Bau der Berliner Mauer gab es keineswegs einheitliche Wachtürme. Die zuständigen Grenzsoldaten mussten improvisieren und bauten sich ihre Wachtürme nach eigenen Vorlieben - hier war wohl ein Jäger am Werk.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 018
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Hoch hinaus: Der Erbauer dieses Wachturms wollte den Grenzern offenbar einen besonders weiten Blick ermöglichen. Der Weg nach unten ist dafür umso länger.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 007
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Postenhaus: Das einfache Holzhäuschen war ein sogenanntes Postenhaus, mit Fensterfronten zu allen Seiten für einen besseren Rundumblick. Es diente der Grenzsicherung der Berliner Mauer. Foto circa von 1962.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 009
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Zusammengezimmert: Die frühen Grenztürme der Berliner Mauer wirken eher wie ein Provisorium denn ein Bollwerk der Grenzsicherung - wie dieses Beispiel auf einer Aufnahme von 1962 zeigt.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 005
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Kasten mit Guckloch: Dieses Modell gewährte dem wachhabenden Grenzer wohl kaum einen uneingeschränkten Rundumblick. Immerhin dürfte es Wind und Regen getrotzt haben - besser als manch anderes Bauwerk seiner Art.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 022
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Fachwerkturm: Der Holzturm der Berliner Grenzsicherungsanlage entspricht so gar nicht dem Bild, das die meisten von der Berliner Mauer heute noch haben. Doch die kilometerlange Betonmauer, wie wir sie heute erinnern, entstand erst in den siebziger Jahren.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 064
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Hühnerstall: Ein gedrungener Betonklotz mit Tür, Holzleiter und Mini-Fenster - auch wenn dieses Bauwerk aussieht wie ein Hühnerstall - es ist ein Postenhaus der Berliner Mauer, aufgenommen circa 1962.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 028
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Pietätlos: Zur linken Seite West-Berlin, zur rechten ein Friedhof. Beim Bau der Grenzanlagen wurde keine Rücksicht auf die Ruhestätte der Toten genommen. Der Wachturm steht inmitten der Gräber.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 025
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Zweiraumwohnung: Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen Landsitz in der Toskana, sondern um eines der zahlreichen Grenzgebäude der Berliner Mauer, aufgenommen Anfang der sechziger Jahre. Die Wachtürme und Postenhäuser zeichneten sich gerade zu Beginn des Mauerbaus durch eine uneinheitliche Bauweise aus.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 035
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Plattenbau: Selbst vor den Wachtürmen der Berliner Grenzanlagen machte der DDR-Plattenbau nicht Halt.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 065
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Es fährt ein Zug nach nirgendwo: Direkt neben dem Eingang zur Berliner S-Bahn thront dieser Wachturm der Grenzanlagen. Hier werden keine Züge mehr fahren.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 038
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Wachturm: Dieser gemauerte Turm der Grenzanlagen Berlins ähnelt einem mittelalterlichen Wehrturm, ist aber Anfang der sechziger Jahre eines der fortschrittlicheren Gebäude - ausgestattet mit Fenstern zu allen Seiten, Strom und einem drehbaren Suchscheinwerfer.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 045
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Grenzposten: Die ersten Beobachtungstürme entlang der Berliner Grenzanalagen hatten oftmals gerade einmal ein Dach - an eine Toilette für die Grenzsoldaten war beim Bau jedoch nicht gedacht worden. Sie mussten sich eine Streife herbeirufen, um austreten zu dürfen.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 049
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Wachturm: An eine hohe Backsteinmauer schmiegt sich dieser Grenzwachturm Anfang der sechziger Jahre in der Berliner Innenstadt.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 051
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Schuppen: Die Wachtürme der ersten Generation ähnelten eher einem Verschlag, als dass sie als Teil einer tödlichen Absperrung zu erkennen gewesen wären.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 052
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Dokumentation: Mit unzähligen Fotos hatten die Grenzregimenter in den sechziger Jahren den baulichen Zustand der Berliner Mauer dokumentiert. Die Aufnahmen sollten dem weiteren Ausbau dienen.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 058
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Ein-Mann-Kanzel: Die frühen Wachgebäude entlang der Berliner Mauer wurden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Die auf der Mauer installierte Kanzel, in der wohl nicht mehr als eine Person Platz hatte, besteht aus Metall.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 059
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Ins Wasser gebaut: Massive Baumstämme tragen den ganz aus Holz gebauten Wachturm auf einer Plattform in einem Kanal.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 061
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Hübsch verputzt: Ein behelfsmäßig anmutender Wachturm mit offenem Beobachtungsstand, einer alten Holzleiter und dilettantisch verlegten Stromleitungen - aber immerhin ordentlich verputzt.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 071
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Über den Wolken: Um sich oberhalb der Baumwipfel einen Überblick über die Grenzzone verschaffen zu können, wurden in bewaldeten Gebieten besonders hohe Wachtürme aufgestellt.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 068
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Unterschlupf: Diese "Festung" des "antifaschistischen Schutzwalls" dürfte bei den Grenztruppen besonders beliebt gewesen sein - vor allem im Winter. Der 13. August 1961 gilt offiziell als Tag des Mauerbaus in Berlin, doch natürlich wurde die 167,8 Kilometer lange Grenzanlage nicht in einer Nacht erbaut. Moderne einheitliche Wachtürme und eine Betonmauer kamen erst in den folgenden Jahren hinzu.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 108
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Marode: Hierbei handelt es sich keineswegs um ein verrottendes Klohäuschen, sondern um ein Postenhaus der DDR-Grenztruppen - mitten auf der Straße eines Wohngebiets.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 085
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Es bröckelt: Bei diesem Berliner Postenhaus bröckelt bereits der Putz ab, und die Holztür ist aus den Angeln gerissen. Ein verbeultes Blechdach soll vor Regen schützen.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 087
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Unter Beobachtung: Die innerdeutsche Grenze in Berlin verlief mitten durch Wohnviertel. Da beobachteten nicht nur die wachhabenden Soldaten die Grenze, sondern auch die Bewohner des Blocks den Grenzer, dem jegliche Art der Kontaktaufnahme strengstens verboten war.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 088
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Postenhaus: Die Grenze in Berlin machte auch vor Bahndämmen nicht Halt. Das Postenhaus wurde mitten auf den Gleisen errichtet.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 089
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Bude bauen: Für den Bau eines Wachturms an der Grenze zwischen West- und Ost-Berlin wurden sämtliche Baumaterialien wiederverwertet, die sich auftreiben ließen - wie hier alte Ziegelsteine und Betonquader.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 096
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Verrutscht: Was mag sich der Architekt dieses Wachturms wohl bei seinem Entwurf gedacht haben? Eine Dachterrasse im Obergeschoss und einen Unterstand im Erdgeschoss? Eine Leiter aus Stein scheint er jedoch nicht vorgesehen zu haben.


Signatur im Bundesarchiv: DVH 58/9065, Bl. 036
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