Anfänge der RAF - DER SPIEGEL
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Anfänge der RAF Todesschüsse in der Seitenstraße

Sie war das erste Opfer im Krieg der Roten Armee Fraktion gegen den deutschen Staat: 1971 wurde Petra Schelm in Hamburg auf der Flucht von einem Polizisten erschossen. Aus dem Hippiemädchen war innerhalb kurzer Zeit eine Terroristin geworden.
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Todesopfer: Am 15. Juli 1971 hatte der Kampf der Roten Armee Fraktion sein erstes Opfer aus den eigenen Reihen gefordert - an jenem Tag war die RAF-Terroristin Petra Schelm während der Aktion "Koba" in Hamburg-Bahrenfeld von einem Polizisten erschossen worden.

Das undatierte Foto zeigt die naturrotblonde Schelm, die in Berlin Friseurin gelernt hatte, mit einer Perücke.

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Gedenken an Schelm: Das Flugblatt der RAF-Solidaritätsorganisation Rote Hilfe kündigt eine Gedenkveranstaltung zum Todestag von Petra Schelm in Berlin an.

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Uniformiert: Petra Schelms Freund, der ehemalige RAF-Terrorist Manfred Grashof, auf einer undatierten Aufnahme. Der gebürtige Kieler, der von der Bundeswehr desertiert war, hatte sich 1970 der Roten Armee Fraktion angeschlossen. Zwei Jahre später wurde er verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. 16 Jahre nach seiner Verhaftung wurde er von Bernhard Vogel, damals Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, begnadigt.

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Überwuchert: An dieser Stelle auf dem Friedhof "In den Kisseln" in Berlin-Spandau liegt Petra Schelm begraben - einen Grabstein gibt es nicht.

Foto: Redaktion einestages/Michael Sontheimer
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Protestplakat: Der Polizist, der Petra Schelm mit einem Schuss unter das linke Auge getötet hatte, wurde nie angeklagt - darauf machte die RAF mit diesem Flugblatt aufmerksam. Nach der Zeugenaussage eines jungen Schülers soll der Beamte ohne Vorwarnung zuerst geschossen haben - das tödliche Projektil traf die 20-Jährige unter dem linken Auge.

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Tatort: Das Foto von 2007 zeigt das Haus in der Reineckestraße in Hamburg-Bahrenfeld, wo Petra Schelm erschossen worden war. Mehrere Minuten soll sie nach Aussagen von Zeugen blutend auf dem Pflaster gelegen haben - ohne dass Erste Hilfe geleistet wurde.

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Werner Hoppe: In Begleitung von Polizisten und seines Anwalts Heinrich Hannover besucht RAF-Rekrut Werner Hoppe am 22. März 1972 den Tatort in der Reinickestraße. Hoppe war zusammen mit Schelm auf der Flucht gewesen, war im Gegensatz zu ihr aber nur überwältigt und festgenommen worden.

Foto: AP
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"Kommando Petra Schelm": Polizei und Rettungskräfte nach dem Bombenanschlag der RAF auf das US-Hauptquartier im Frankfurter IG-Farben-Hochhaus am 11. Mai 1972. Das "Kommando Petra Schelm" genannte Attentat forderte einen Toten und 13 Verletzte und fand im Rahmen der sogenannten Mai-Offensive, einer Reihe von Anschlägen der Roten Armee Fraktion auf Einrichtungen in der Bundesrepublik, statt.

Foto: AP
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