Angeblicher Überfall: Der Fall Jussie Smollett - DER SPIEGEL
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Angeblicher Angriff Der Fall Jussie Smollett

Ermittler haben Jussie Smollett festgenommen. Der 36-Jährige soll einen Angriff auf sich vorgetäuscht haben. Chicagos Polizeichef vermutet, der US-Schauspieler habe eine Karriere befördern wollen.
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Die angebliche homophobe und rassistische Attacke auf den US-Schauspieler Jussie Smollett hatte für Empörung gesorgt - nun aber wird der Star aus der TV-Serie "Empire" von Ermittlern beschuldigt, den Angriff lediglich vorgetäuscht zu haben. Der 36-Jährige wurde in Gewahrsam genommen, wie die Polizei in Chicago mitteilte. Ihm wird angelastet, die Ermittler belogen zu haben. Smollett drohen für seine mutmaßliche Falschaussage bis zu drei Jahre Haft.

Foto: AFP/Chicago Police Department
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Smollett soll laut Polizei den Angriff inszeniert haben, weil er sich von seiner angeblichen Opferrolle berufliche Vorteile erhoffte. Der Schauspieler habe "den Schmerz und die Wut über den Rassismus ausgenutzt, um seine Karriere zu befördern", sagte Chicagos Polizeichef Eddie Johnson. Demnach soll es Smollett auch um materielle Vorteile gegangen sein: Er sei "unzufrieden mit seinem Gehalt" gewesen.

Foto: Teresa Crawford / AP
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Jussie Smollett ist vor allem wegen seiner Rolle in der Serie "Empire" ein bekannter Schauspieler - und zentrale Figur in einem Fall, der in den USA seit Tagen für Aufsehen sorgt.

Foto: Richard Shotwell / AP
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Der afroamerikanische und schwule Schauspieler hatte Ende Januar berichtet, er sei nachts in Chicago auf offener Straße von zwei Maskierten rassistisch und schwulenfeindlich beleidigt, geschlagen und mit einer Flüssigkeit überschüttet worden.

Foto: Mario Anzuoni / REUTERS
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Der Vorfall hatte in den USA Entsetzen ausgelöst. Es kam zu kleineren Kundgebungen, Vertreter der Filmbranche solidarisierten sich mit dem mutmaßlichen Opfer.

Foto: Carlo Allegri / REUTERS
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Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden äußerte sich auf Twitter: "Homophobie und Rassismus haben keinen Platz auf unseren Straßen und in unseren Herzen."

Foto: ANDREAS GEBERT/ REUTERS
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Den Ermittlern kamen aber Zweifel an der Darstellung des "Empire"-Darstellers, als sie zwei festgenommene Verdächtige befragten. Die Männer, zwei Brüder, wurden wieder freigelassen. Die Ermittler nahmen anschließend den Schauspieler selbst ins Visier.

Foto: Evan Agostini / dpa
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Die Anwälte des Schauspielers kündigten eigene Nachforschungen an. Sie erklärten, für ihren Mandanten gelte wie für jeden anderen Bürger die Unschuldsvermutung - besonders in einem solchen Fall, in dem wiederholt "richtige und falsche Informationen" an die Öffentlichkeit gelangt seien.

Foto: Andrew Dalton / AP
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Als erste Zweifel an seiner Darstellung aufkamen, hatte sich Smollett in einem Interview wütend gezeigt.

Foto: Danny Moloshok / REUTERS
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