Leap Motion So steuert man dem Computer berührungslos
Leap-Motion-Erfinder David Holz (l.) und Michael Buckwald: Eigentlich wollten sie ein Holodeck entwickeln, so wie bei "Raumschiff Enterprise".
Leap-Motion-Controller: Weil die Entwicklung eines Holodecks dann doch zu aufwendig erschien, beschränkten sich die beiden Programmierer darauf, eine berührungslose Steuerung für Computer zu entwickeln.
Selbstbewusster Auftritt: Selbst die Unterseite des Controllers dienst als Werbefläche. Lange bevor das Gerät fertig war, investierten Geldgeber 45 Millionen Dollar Wagniskapital in Leap Motion.
Angestöpselt: Kontakt zum Computer, egal ob Mac oder PC, stellt der Leap Motion per USB her.
Verlängerung: Mit dem Controller werden zwei unterschiedlich lange USB-Anschlusskabel mitgeliefert. So kann man die richtige Variante auswählen, je nachdem, wie weit der Rechner vom Anwender entfernt steht.
Leuchtzeichen: In den Leap Motion sind mehrere Sensoren eingebaut, die Position und Bewegung der Hände im Raum erkennen sollen, darunter auch die im Bild sichtbaren Infrarotsensoren.
Aktiv: Sobald der Leap Motion in einen USB-Anschluss eingesteckt ist, signalisiert er seine Bereitschaft mit einer grünen LED.
Don't touch it: Die Genauigkeit, mit der die Bewegungen der Hände vom Leap Motion erkannt und für den Computer nutzbar gemacht werden, ist beeindruckend, jedes Fingergelenk wird erkannt.
Airspace Home: Ähnlich wie in Apples iTunes werden Leap-Motion-Apps in einer eigenen Oberfläche gesammelt und verwaltet. Man kann sie aber auch wie ganz normale Programme von Finder (Mac) oder Explorer (PC) aus starten.
Aus die Maus: Statt mit der Maus kann man den Rechner mit Hilfe des Leap Motion und der Zusatz-Software Touchless auch bedienen, ohne ihn anzufassen. Der Maus-Cursor wird dabei zu einem Kreis, der je nach Position der Hand seine Größe und Farbe ändert. Einfach ist die Steuerung damit aber nicht.
Airspace Store: Zum Leap Motion kompatible Anwendungen bekommt man in einem eigens dafür eingerichteten Onlineshop. Viele sind kostenlos, die Preise für die übrigen bleiben meist im einstelligen Euro-Bereich.
Wie für Leap-Motion gemacht: Einige vom Smartphone bekannte Apps funktionieren mit Leap Motion sehr gut, so wie das Spiel "Cut the Rope" beispielsweise.
Spezialanfertigung: Einige Apps sind extra für den Leap Motion entwickelt worden und würden ohne den berührungslosen Controller auch nicht, oder zumindest nicht gut, funktionieren. So wie die Musik App Chordion Conductor, bei der man analog zur Luftgitarre quasi Luftklavier spielt.
Lebensverlängernde Maßnahme: Manche Apps bemühen sich, reale Tätigkeiten realistisch auf die Leap-Motion-Technik zu übertragen. Bei "Frog Dissection" etwa soll man einen Frosch sezieren, ohne dass dafür ein echtes Tier leiden müsste. Viel mehr als eine animierte Diashow ist das aber nicht.