Angela Merkel: Kanzlerin ade? - DER SPIEGEL
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Angela Merkel Kanzlerin ade?

Sie war einst Kohls Mädchen, nun ist sie Kanzlerin: Angela Merkel hat einen steilen Aufstieg geschafft. Im Herbst 2009 wurde sie als Regierungschefin wiedergewählt - doch so richtig rund läuft es in der schwarz-gelben Koalition nicht. SPIEGEL ONLINE zeigt eine Karriere in Bildern.
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Angela Merkel ist seit fünf Jahren deutsche Kanzlerin - zurzeit ist sie im Urlaub und erholt sich von Schuldenkrise, Koalitionszoff und dem politischen Berlin.

Foto: Markus Schreiber/ ASSOCIATED PRESS
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Die Kanzlerin reiste mit ihrem Ehemann Joachim Sauer in die Dolomiten, um die "Gehirnregionen zu durchlüften", wie sie das bei früherer Gelegenheit einmal genannt hat. In den Dolomiten trafen sie den Bergsteiger Reinhold Messner.

Foto: Stefan Wallisch/ dpa
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Wenige Tage später besuchte sie in Salzburg die Neuinszenierung der Strauss-Oper "Elektra".

Foto: Franz Neumayr/ dpa
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Die letzte Woche ihrer dreiwöchigen Auszeit nimmt die Kanzlerin dem Vernehmen nach in ihrer Datsche in Hohenwalde (hier ein Archivbild von 2005). Das unscheinbare Haus, in die Kanzlerin seit Jahren ihren Zweitwohnsitz hat, wird rund um die Uhr von Polizisten bewacht - egal ob die Hausherrin da ist oder nicht.

Foto: Patrick Pleul/ picture-alliance/ dpa
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Doch im Vergleich zum politischen Stress sind diese Wochen wohl nur eine kurze Erholung. Die Archivbilder zeigen auf einen Blick, wie sich die CDU-Politikerin Merkel in zehn Jahren verändert hat - von 2000 bis 2010.

Foto: dpa-Archiv/ dpa
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Merkels Aufstieg begann als Kohls Mädchen: Der damalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende nahm Merkel nach der Einheit unter seine Fittiche und macht sie Anfang 1991 zur Bundesministerin für Frauen und Jugend.

Foto: Michael Jung/ DPA
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Später wurde sie unter Helmut Kohl Umweltministerin. In der CDU-Spendenaffäre sagte sich Merkel schließlich vom Übervater los. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine" fordert sie im Dezember 1999: "Die Partei muss also laufen lernen, muss sich zutrauen, in Zukunft ohne ihr altes Schlachtross, wie Helmut Kohl sich oft selbst gerne genannt hat, den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen."

Foto: MARCO-URBAN.DE
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Am 10. April 2000 wählte der CDU-Parteitag in Essen Angela Merkel zur Vorsitzenden. Knapp 96 Prozent stimmten für die alleinige Kandidatin. Ihr Aufstieg war eine politische Sensation: Eine Protestantin aus dem Osten, ohne echte Hausmacht, übernahm die Führung der rheinisch-katholischen, männlich geprägten Christdemokratie.

Foto: © Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
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Wer tritt gegen Gerhard Schröder an? In der Frage der Kanzlerkandidatur steckte Angela Merkel 2002 noch zurück. Nach einem persönlichen Gespräch in dessen Wolfrathshausener Privathaus verzichtete die CDU-Chefin zugunsten des Vorsitzenden der bayerischen Schwesterpartei, Edmund Stoiber. Der bayerische Ministerpräsident scheitert bei der Bundestagswahl. Merkel dagegen war die heimliche Siegerin: Sie konnte ihre Macht in der Union stärken.

Foto: © Reuters Photographer / Reuters
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Hart am Wind: Kontinuierlich arbeitete Merkel an ihrem Aufstieg und suchte die Nähe zum Volk, wie hier auf der Nordseeinsel Borkum.

Foto: Christian Charisius/ REUTERS
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Krönung einer steilen Karriere: Am 22. November 2005 hat Deutschland erstmals eine Bundeskanzlerin. Sie löst Gerhard Schröder an der Spitze der Regierung ab. Das Ergebnis der Bundestagswahl war knapp allerdings - es reichte nur zu einer Großen Koalition.

Foto: dpa/dpaweb
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Merkel präsentierte sich weltläufig. Sie gefiel sich in der Rolle der Klimakanzlerin, die sich an die Spitze des Kampfes gegen den Klimawandel setzt.

Foto: Michael Kappeler/ AP
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International genießt die CDU-Vorsitzende hohes Ansehen. US-Präsident George W. Bush kommt im Sommer 2006 zum Spanferkel-Grillen nach Trinwillershagen.

Foto: Jim Bourg/ REUTERS
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Zwei Jahre waren sind die großen Staats- und Regierungschefs beim G-8-Gipfel 2008 in Heiligendamm zu Gast. Man schätzt Merkels diplomatisches Geschick.

Foto: A3250 Oliver Berg/ dpa
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In den eigenen Reihen muss Merkel keinen echten Gegenspieler fürchten: Die potentiellen Kronprinzen, ihre Stellvertreter Jürgen Rüttgers, Christian Wulff und Roland Koch, belauern und neutralisieren sich gegenseitig - mittlerweile haben sich alle aus der Tagespolitik zurückgezogen.

Foto: ddp
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Bei der Bundestagswahl 2009 schaffte Merkel trotz Verlusten und dank einer starken FDP die schwarz-gelbe Mehrheit. Die Laune ist jedoch nicht immer so gut wie hier im Bundestag. Die Koalition mit den Liberalen und deren Chef Guido Westerwelle funktioniert alles andere als reibungslos. Erstmals sinken die Popularitätswerte der Kanzlerin.

Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?